Dadurch sollen Mauer und Ufer langfristig stabiler und auch für die Menschen besser nutzbar gemacht werden, so die Ortsvorsteherin von Boppard, Alexa Bach (CDU). Geplant sind zum Beispiel Stufen und Sitzflächen direkt am Rheinufer. So soll am Rhein ein neuer Aufenthaltsbereich entstehen.
Dem Rhein durch Umbau näher kommen
Es gehe um eine neue Qualität in der Rheinallee, so Bach: "Wir wollen, dass die Leute hier verweilen möchten, dass man nicht nur hier durchfährt mit dem Fahrrad und sagt: 'Ach ja, das war ja mal ein schöner Ort', sondern, dass man wirklich innehält, hier Zeit verbringen will, von Groß bis Klein." Gemeinsam mit Baufirmen und Landschaftsplanern wolle man, dass die Rheinallee zu dem werde, was sie verdiene, zu sein, so Bach.
Die Rheinallee sei - auch mit Blick auf die BUGA29 - das touristische Filetstück der Stadt, so Bach. Der Vorteil in Boppard sei, dass hier im Gegensatz zu den meisten anderen Mittelrhein-Gemeinden die B9 als Haupt-Verkehrsachse die Stadt nicht vom Fluss trennt. Stattdessen hat Boppard die Rheinallee, direkt am Rhein.
Mehr Leben und weniger Autos in der Rheinallee
Im Moment sei die Uferstraße oft zugeparkt. Das soll sich durch den Umbau ändern. Ziel sei es, dass die Menschen dort künftig in Ruhe flanieren, sitzen und verweilen könnten. So könne Boppard auch als Ausflugsziel attraktiv bleiben, und man könne dann den Rhein wirklich neu erleben und die Stadt nach einem Besuch in guter Erinnerung behalten.
Ufermauer muss auch statisch saniert werden
Dafür wird die Rhein-Ufermauer im ersten Bauabschnitt jetzt teilweise komplett neu aufgebaut und statisch ertüchtigt. Wenn der Umbau fertig ist, soll die neue Treppe direkt hinter der Ufermauer zum Wasser führen. Im weiteren Verlauf der Allee entsteht später noch ein generationenübergreifender Spielpark mit Sportgeräten für Senioren und Jüngere.
Am 13. April beginnt der Umbau der Ufermauer. Er kostet laut Stadt etwa 3,6 Millionen Euro. 80 Prozent davon fördert der Bund über ein Städtebauprogramm. Ende des Jahres soll der erste Bauabschnitt an der Mauer dann fertig sein.
Fähranleger soll am besten gleich mit repariert werden
Die Stadt prüft im Zuge der Bauarbeiten an der Ufermauer, ob dabei auch der beschädigte Fähranleger mit repariert werden kann. Denn der jetzige Bauabschnitt grenzt unmittelbar an den Anlegeplatz der Rheinfähre Boppard. Den Anleger hatte Ende März ein Tankmotorschiff gerammt und diesen und die Ufermauer so stark beschädigt, dass die Fähre seitdem nicht mehr fahren kann.
Teile von Ufermauer beschädigt Nach Unfall mit Tankschiff: Rheinfähre in Boppard könnte mehrere Wochen ausfallen
Laut der Stadt Boppard prüft ein Gutachter derzeit den Schaden. Das mit gut 1.700 Tonnen beladenes Tankmotorschiff war gestern gegen den Fähranleger gefahren.
Es gebe dazu Gespräche mit allen Beteiligten, so Ortsvorsteherin Bach. Die Umsetzung sei allerdings nicht einfach so möglich, da der Schaden ein Versicherungsfall sei und noch viele Fragen offen seien. Am Ende liege die Entscheidung zur Wiederherstellung des Fähranlegers bei der Versicherung.
Fähre soll möglichst bis zu den Sommerferien wieder fahren
Bis die Fähre wieder fährt, könnten laut Stadt noch mehrere Monate vergehen. Ziel sei es aber, dass sie bis zu den Sommerferien wieder fahre, so der Erste Beigeordnete der Stadt Boppard, Helmut Zindorf.