Nach Angaben der Polizei war das Ehepaar aus dem hessischen Lahn-Dill-Kreis am Mittwoch auf der Hunsrückhöhenstrasse unterwegs. Zwischen Waldesch und Dieblich verlor der 86-jährige Fahrer wegen gesundheitlicher Probleme die Kontrolle über das Auto. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab, rollte knapp 300 Meter über eine Wiese und blieb dann in einem Waldstück auf dem Dach liegen.
Verunglücktes Auto war von der Straße nicht zu sehen
Von der Straße aus war das Auto in dem Waldstück laut Polizei nicht zu sehen, Zeugen gab es keine und das Ehepaar konnte den Angaben zufolge das Auto nicht aus eigener Kraft verlassen. Schließlich setzte das eCall System (Emergency-System) des Autos einen Notruf ab. Diese Emergency-Systeme sind seit 2018 für alle neuen Autos in der EU verpflichtend.
Rettungskräfte wurden erst an die falsche Stelle gelotst
Polizei und Rettungskräfte wurden jedoch zunächst zu einer falschen GPS-Position gelotst. Lediglich durch wenige Spuren an Leitplanke und Fahrbahn wurden die Einsatzkräfte auf die Reifenspuren in der Wiese aufmerksam und konnten den Wagen mit dem 86-jährigen Mann und seiner 85-jährigen Frau finden. Beide kamen mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.
Für das Ehepaar sei es Glück im Unglück gewesen, dass ihr Wagen das Notrufsystem installiert hat, so die Polizei. Denn ohne das System wäre es sehr schwierig gewesen, die beiden überhaupt zu finden. Wäre der Unfall nachts passiert, hätte die Rettung vermutlich wesentlich länger gedauert.