Kopf und Hände abgetrennt

Verstümmelte Frauenleiche bei Monreal: Lebensgefährte sitzt in Untersuchungshaft

Im Fall der verstümmelten Frauenleiche, die bei Monreal gefunden wurde, wurde der mutmaßliche geflüchtete Täter von Äthiopien nach Deutschland überführt. Er sitzt in Untersuchungshaft.

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Die Bonner Staatsanwaltschaft hatte Anfang Dezember einen Haftbefehl gegen den 41-jährigen Verdächtige ausgestellt. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde er in Äthiopien festgesetzt, noch bevor es diesen Haftbefehl in Deutschland gab. Dort sei er bereits von der Polizei vernommen worden. Bislang war allerdings unklar, ob die äthiopischen Behörden den Mann ausliefern. Nun waren Ermittler der Mordkommission in Äthiopien und haben ihn nach Deutschland gebracht. Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft in Bonn, wo er auch gemeldet ist.

Frauenleiche fehlten Kopf und Hände

Bei der getöteten Frau handelt es sich nach bisherigen Ermittlungen um eine 32-Jährige aus Eritrea. Ihre Leiche wurde nach Angaben des Polizeipräsidiums Koblenz am 28. November von einem Spaziergänger in einem Waldstück bei Monreal im Landkreis Mayen-Koblenz gefunden. Ihr fehlten demnach Kopf und Hände, deshalb war ihre Identität zunächst nicht geklärt.

Abgetrennte Hände der Frau an der A45 bei Olpe gefunden

Schnell konnten die Ermittler aber einen Zusammenhang zu einem Fall in NRW herstellen. Nur wenige Wochen zuvor wurden an der A45 bei Olpe abgetrennte Frauenhände gefunden. Anhand der Fingerabdrücke konnte die Polizei damals die Hände einer 32-jährigen Frau aus Eritrea zuordnen. Eine rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass die Hände nach dem Tod der Frau abgetrennt wurden.

Ein DNA-Abgleich brachte dann Gewissheit: Die abgetrennten Frauenhände gehören zu dem Leichnam aus Monreal. Die Ermittlungen deuten laut Polizei außerdem darauf hin, dass es sich bei keinem der beiden Fundorte um den Ort handelt, an dem die Frau getötet wurde. Die Ermittler suchen noch nach dem Tatort.

Baby der Frau vor Kloster in Hessen abgelegt

Die Frau war zusammen mit ihrem drei Monate alten Kind in einer Asylunterkunft in Bonn gemeldet. Die Unterkunft hatte sie nach Angaben der Polizei am 16. November verlassen - wohin sie gegangen war, ist nicht bekannt. Das Baby wurde am 16. November vor einem Kloster im hessischen Waldsolms unversehrt in einem Kinderwagen gefunden.

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SWR

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