Die Ermittler halten es für möglich, dass ein entzündlicher Gegenstand - beispielsweise eine Batterie - bei der Sortierung übersehen wurde und in die Müllpresse gelangt ist. Diese Fehler kämen auf Deponien öfter vor und führten gelegentlich zu Bränden. Aus Sicht der Polizei gibt es keine Hinweise auf strafbare Handlungen. Eine vorsätzliche Brandstiftung werde ausgeschlossen.
Anwohner mussten Fenster und Türen geschlossen halten
Eine etwa 100 Meter hohe Rauchsäule war bei dem Brand am Samstag in der Recyclingfirma in Ochtendung noch in weitem Umkreis zu sehen. Die Behörden hatten vor der starken Rauchentwicklung gewarnt. Anwohnerinnen und Anwohner sollten Fenster und Türen schließen, sowie Lüftungen und Klimaanlagen abschalten. Gegen 17 Uhr gaben die Behörden Entwarnung. Am Samstagabend war das Feuer dann gelöscht, teilte die Feuerwehr Koblenz mit. Der Brandort wurde abgesperrt.
Keine Verletzten bei Großbrand in Ochtendung
Die Feuerwehr rückte mit mehr als 65 Einsatzkräften aus und konnte verhindern, dass die Flammen auf Gebäude übergriffen. Verletzt wurde niemand. In der Vergangenheit ist es immer wieder zu Bränden in Recyclingfirmen gekommen. Erst am Freitag in einer Mülldeponie in Sehlem in der Eifel. Laut dem Bundesverband der deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) brennt es bundesweit täglich etwa 30 Mal in Wertstoff- und Entsorgungsanlagen. Dem BDE zufolge meist wegen falsch entsorgter Batterien oder Akkus.