Die Spielplätze von ABC-Team finden sich in der gesamten Region: Ganz neu dazu gekommen ist seit dem Wochenende der Spielplatz in Rech im Ahrtal. Finanziert durch Spendengelder hat der Ort jetzt eine riesige Kletterburg, die an die nahe Saffenburg und an die abgerissene Nepomukbrücke erinnern soll.
Klettergerüst kommt aus Ransbach-Baumbach
Aber vor allem soll sie den Kindern aus Rech Spaß machen. Gebaut und gestaltet wurde das Klettergerüst in Ransbach-Baumbach, bei ABC-Team. Es ist aus Robinienholz gemacht: Die Baumstämme wachsen sehr gerade und können dadurch wie gewachsen verwendet werden. Das gebe dem Gerät einen natürlichen Look, sagt Betriebsleiter Jonas Reutelsterz: "Das ist eigentlich wo momentan der Trend hingeht."
ABC-Team macht sehr viel in Handarbeit
Eigentlich sind fast alle Produkte von ABC-Team eine individuelle Anfertigung. "Unsere Spielgeräte sind alle Handarbeit. Es gibt kaum eine Serienfertigung, wir machen sehr viel nach Kundenwunsch", sagt Reutelsterz.
Unsere Spielgräte sind alle Handarbeit.
Zwar würden einige Teile aus Spezialkunststoff von einer automatischen Phräse ausgeschnitten, aber jedes Klettergerüst würde aber am Ende von Hand zusammengebaut.
Tierköpfe werden handgeschnitzt
Und nicht nur das: Ein Mitarbeiter schnitzt zum Beispiel die Tierköpfe für die Wippen einzeln, sagt Reutelsterz. Jeder dieser Tierköpfe ist demnach also ein Unikat.
Angefangen hat der Betrieb in einer Garage
Seit 1982 existiert ABC-Team in Ransbach-Baumbach. Angefangen hat es in einer Garage, erzählt die heutige Geschäftsführerin Ayca Mehlig. Dort hätten die Gründer die ersten Spielplatzgeräte hergestellt. Seitdem ist viel passiert. Die Firma verkauft neben dem deutschen Markt auch weltweit. Ein großer Kunde ist die US-Regierung, die für ihre Militär-Liegenschaften bei ABC-Team einkauft. Die Geräte müssen deswegen nicht nur europäischen Normen, sondern auch den US-Normen entsprechen.
Einer unserer stärksten Bereiche ist unsere Region.
Aber trotzdem bleibt die Firma vor Ort verwurzelt: "Einer unserer stärksten Bereiche ist unsere Region", sagt Geschäftsführerin Ayca Mehlig. An Schulen, Kindergärten und Kommunen in Rheinland-Pfalz und Hessen würden sie weiterhin die meisten Spielplatzgeräte verkaufen.
Kundenwünsche sind individueller geworden
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Markt stark verändert. Während früher auf Spielplätzen viele Standardgeräte aufgestellt worden wären, sind die Wünsche der Kunden heute anspruchsvoller geworden. "Der Kunde möchte, dass seine Idee berücksichtigt wird", sagt Projektleiterin Marion Krah. Dreiviertel der Bestellungen seien Spezialkombinationen.
Der Kunde möchte, dass seine Idee berücksichtigt wird.
Das sei aber vollkommen in Ordnung, denn ein Grund dafür sei auch, dass Kommunen immer mehr die Kinder selbst bei der Planung breits mit einbinden.
Der Job lässt einen die Welt mit Kinderaugen betrachten
Ein Vorteil des Jobs ist für Marion Krah, dass man sich jeden Tag in die Kinder hineinversetzen müsse. Und auch für Betriebsleiter Jonas Reutelsterz ist es eine Kindheitserinnerung: "Wenn man hier morgens in die Halle reinkommt und vor so nem riesigen Turm steht, dann fühlt man sich wieder zurückversetzt in seine eigene Jugend."