Bisher konnten sich Flutbetroffene an Info-Points in Sinzig, Bad Neuenahr, Ahrweiler und Schuld informieren und kostenlos beraten lassen. Die Info-Points waren ein gemeinsames Angebot des Helfer-Stab, der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und der Architektenkammer. Künftig sollen diese Info-Points wegfallen und die Beratungen - die künftig von der ISB fortgeführt werden- stattdessen an verschiedenen Orten im Ahrtal stattfinden.
Info-Points zukünftig an verschiedenen Orten im Ahrtal
Die Standorte werden nach Angaben der ISB monatlich neu festgelegt und orientieren sich daran, wo der Beratungsbedarf am größten ist. Zwei Wochen vor Monatsbeginn werden demnach die Orte veröffentlicht. Die Beratungen finden dann in Räumlichkeiten der Ortsgemeinden statt.
Mit unserem neuen Konzept gehen wir noch stärker in die lokale Fläche.
"Mit unserem neuen Konzept gehen wir noch stärker in die lokale Fläche und passen damit das Beratungsangebot an die aktuelle Bedarfssituation vor Ort an", teilte Ulrich Link, Vorstandsmitglied der ISB, mit. Die Beratung wird vom Land finanziert. Sie soll zunächst bis Mitte 2027 laufen.
Minister informieren sich über Maßnahmen Bislang drei Milliarden Euro für Wiederaufbau im Ahrtal bewilligt
Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) und seine Minister sind im Ahrtal mit kommunalen Vertretern zusammengekommen. Thema ist der Stand des Wiederaufbaus nach der Flut 2021.
Rund 96 Prozent der Anträge aus dem Ahrtal bewilligt
Bei dem Beratungsangebot können sich Interessierte über sämtliche Fragen rund um die Antragsstellung und die Wiederaufbauhilfe informieren. Nach Auskunft von Ahr-Landrätin Cornelia Weigand (parteilos) gibt es immer mehr komplexere Fälle, die nur durch die individuelle Beratung direkt gelöst werden könnten.
Nach Angaben von Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) konnten bisher rund 3.800 Gebäudeanträge, knapp 12.000 Hausratanträge und rund 760 gewerbliche Anträge auf Wiederaufbauhilfe bewilligt werden. Demnach wurden rund 96 Prozent der Anträge bewilligt. Das seien mehr als 1,4 Milliarden Euro.