Freitag, 18. Juli
Guten Morgen! Vier Jahre und vier Tage nach der verheerenden Flut im Ahrtal beenden wir diesen Live-Blog. Wir hören damit aber nicht auf, über Hindernisse und Fortschritte beim Wiederaufbau, über Mut machende oder traurige Geschichten, über fehlendes Geld oder zurückkehrende Touristen zu berichten. Wir bleiben weiter an den Themen dran. Alle wichtigen Entwicklungen finden Sie weiter in unserer Berichterstattung auf unserer Website.
Montag, 14. Juli
Psychotherapeutische Versorgung noch immer unzureichend
Vier Jahre nach der Flut im Ahrtal ist die seelische Belastung bei vielen Menschen noch immer groß. Die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz kritisiert, es gebe nicht ausreichend viele Therapieplätze. Eine Betroffene schildert im SWR, warum sie so lange gebraucht hat, um sich Hilfe zu holen.
Psychologische Lage der Betroffenen Das Trauma der Ahr-Flut: Warum Nicole sich erst nach Jahren Hilfe suchte
Die Folgen der Flut beschäftigen die Menschen im Ahrtal bis heute. Auch Nicole, die lange gebraucht hat, bis sie bereit war, sich Hilfe zu holen. Hier erzählt sie, warum.
Alle bei der Flut zerstörten Bahnbrücken wieder aufgebaut
Alle Brücken der Deutschen Bahn, die bei der Flutkatastrophe vor vier Jahren zerstört wurden, sind neu gebaut. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Neun Ahrbrücken und sechs Eisenbahnüberführungen seien neu gebaut und sieben Bauwerke saniert worden. Auch die Erweiterung und Sanierung der fünf Tunnel zwischen Rech und Altenahr sei abgeschlossen. Ende 2025 sollen demnach von Remagen bis Ahrbrück wieder Züge fahren. Der erste Streckenabschnitt der Ahrstrecke ist bereits seit Ende 2021 wieder in Betrieb.
Lehren aus der Flutkatastrophe
Auch andere Regionen in Rheinland-Pfalz haben sich auf mögliche künftige Hochwasserkatastrophen vorbereitet. Wie der Eifelkreis Bitburg-Prüm und die Region Rheinhessen-Nahe sich aufgestellt haben, zeigen die Artikel unserer Kollegen aus den Studios Trier und Mainz.
Wiederaufbau im Ahrtal kommt nur teilweise voran
Am vierten Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal ziehen wir eine Bilanz. Welche Projekte sind abgeschlossen, wo geht es gut voran und wo stockt es noch? Die Einzelheiten kennt unser Kollege Christian Giese-Kessler aus dem SWR-Studio Koblenz.
Vierter Jahrestag der Flutkatastrophe Wiederaufbau im Ahrtal: Zwischen Frust und feierlicher Eröffnung
Am 14. Juli jährt sich die Flutkatastrophe im Ahrtal zum vierten Mal. Viele Wiederaufbau-Projekte wurden abgeschlossen oder kommen gut voran. Andernorts macht sich Frust breit.
Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag
Die Flut im Ahrtal jährt sich am 14. Juli zum vierten Mal. Bei der Katastrophe damals kamen 135 Menschen ums Leben. Am Montag gibt es mehrere Veranstaltungen zum gemeinsamen Erinnern.
Katastrophe am 14. Juli 2021 Hunderte Menschen gedenken gemeinsam der Opfer der Ahrflut
Die Flut im Ahrtal jährt sich am 14. Juli zum vierten Mal. Dabei kamen 135 Menschen ums Leben. Am Montag gab es mehrere Veranstaltungen zum gemeinsamen Erinnern an die Katastrophe.
Freitag, 11. Juli
Erstmals direkte Verbindung von Koblenz ins Ahrtal
Nach dem Wiederaufbau der Ahrtalbahn soll es erstmals eine Bahn-Direktverbindung von Koblenz ins Ahrtal geben. Nach Angaben des Zweckverbands SPNV-Nord soll eine neue Linie von Ahrbrück bis Boppard geschaffen werden. Die neue Linie soll stündlich von Ahrbrück nach Remagen fahren. Alle zwei Stunden sollen die Züge den Angaben zufolge dann weiter über Andernach und Koblenz nach Boppard fahren. Damit gibt es erstmals durchgängige Züge aus dem Ahrtal nach Koblenz.
Neue Linie soll alle zwei Stunden fahren Nach Wiederaufbau: Erstmals direkte Züge vom Ahrtal nach Koblenz
Mit dem Zug von Koblenz aus ohne Umsteigen zum Wandern ins Ahrtal oder von dort zur Arbeitsstelle fahren: Sobald die Ahrtalbahn fertig ist, gibt es erstmals direkte Anbindungen an den Oberen Mittelrhein.
Mehr als 670 Millionen Euro Spenden nach der Flutkatastrophe
Nach der Flutkatastrophe 2021 wurden mehr als 670 Millionen Euro gespendet. Das hat eine Recherche des SWR ergeben. Gut die Hälfte des Geldes ging nach Rheinland-Pfalz. Rund 92 Millionen Euro wurden bislang noch nicht ausgegeben. Das ist allerdings keineswegs ein Spendenskandal. Die Mittel werden noch gebraucht und werden auch noch ausgegeben, so der Bürgermeister von Bad Neuenahr-Ahrweiler, Guido Orthen (CDU). Manche Projekte haben sich verzögert, deshalb floss bisher noch kein Geld. Und es kommen auch immer noch Spenden an Hilfsorganisationen wie etwa die Johanniter dazu.
92 Millionen Euro nicht ausgezahlt Mehr als 670 Millionen Euro Flut-Spenden: Das ist mit dem Geld passiert
Nach der Flutkatastrophe 2021 wurden mehr als 670 Millionen Euro gespendet. Das hat eine Recherche des SWR ergeben. Das Erstaunliche: 92 Millionen Euro wurden bisher nicht ausgegeben.
Donnerstag, 10. Juli
Immer noch zu wenige Pegel für Hochwasserschutz an Ahrzuflüssen
Knapp vier Jahre ist die Flutkatastrophe im Ahrtal her. Der Wiederaufbau läuft zum Teil stockend. Auch in Sachen Schutz vor künftigen Hochwassern liegt noch einiges im Argen. An den Zuflüssen der Ahr, die damals die Wassermassen brachten, gibt es kaum neue Messstellen. Und nur wenige sind überhaupt geplant. Alles Infos haben unsere Kollegen aus dem SWR-Studio Koblenz zusammengestellt.
Vier Jahre nach Flutkatastrophe Wissenschaftler: Zu wenig Pegel für Hochwasserschutz im Ahrtal
Bei der Flutkatastrophe wurden auch die vielen Zuflüsse in die Ahr zum Verhängnis. Vier Jahre später gibt es trotzdem kaum neue Messstellen und es sind auch nur wenige geplant.
Mittwoch, 9. Juli
Kritik an Bürokratie beim Wiederaufbau
Der Bürgermeister von Bad Neuenahr-Ahrweiler, Guido Orthen (CDU), kritisiert, dass Bürokratie den Wiederaufbau im Ahrtal behindere. Die Stadt habe 1.000 städtische Wiederaufbauprojekte zu steuern, und werde an vielen Stellen ausgebremst durch Naturschutzauflagen, baupolizeiliche Vorschriften sowie Schallschutz- und Bodenschutzvorgaben, sagte er. Viel zu langsam kommt nach Ansicht Orthens auch der Hochwasserschutz voran: Es könne nicht sein, dass es 20 Jahre lang dauere, bis etwa Rückhaltebecken fertig seien, so der Christdemokrat. Das gesamte Ahrtal müsse jetzt vor Hochwasser geschützt werden.
Spatenstich für Wiederaufbau von Carl-von-Ehrenwall-Allee
In Bad Neuenahr-Ahrweiler wird heute der erste Spatenstich gesetzt für den Wiederaufbau der Carl-von-Ehrenwall-Allee. Die wichtige innerstädtische Verbindung am Ufer der Ahr im Stadtteil Ahrweiler war bei der Flutkatastrophe vor vier Jahren völlig zerstört worden. Der Wiederaufbau soll voraussichtlich ein Jahr dauern. Die Kosten von rund 15 Millionen übernimmt der Wiederaufbaufonds.