16 Wahlkreise und drei Bürgermeisterwahlen

Landtagswahl 2026 in RLP - die Ergebnisse aus der Region Koblenz

Am Sonntag wurde ein neuer Landtag in RLP gewählt: Im Norden des Landes in 16 Wahlkreisen. Außerdem gab es drei Bürgermeisterwahlen. Hier finden Sie alle wichtigen Infos aus der Region.

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Regierungswechsel in Rheinland-Pfalz Ticker zur Landtagswahl in RLP ++ Endergebnis steht fest ++ Schmitt zieht sich von FDP-Landesspitze zurück ++ Schweitzer und Schnieder verhandeln ++

Regierungswechsel in Rheinland-Pfalz: Die Ampelregierung ist abgewählt. Die CDU mit Gordon Schnieder ist nach 35 Jahren stärkste Kraft. Alles zum Wahlergebnis im Ticker zum Nachlesen.

Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026 SWR RLP

Wer hat bei der Landtagswahl im Norden von Rheinland-Pfalz das Rennen gemacht? Hier gibt es die vorläufigen Ergebnisse aus den 16 verschiedenen Wahlkreisen und von den drei Bürgermeisterwahlen in der Verbandsgemeinde Vordereifel, in Remagen und in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Wahlkreis 1 - Betzdorf/Kirchen (Sieg)
Wahlkreis 2 - Altenkirchen (Westerwald)
Wahlkreis 3 - Linz am Rhein/Rengsdorf
Wahlkreis 4 - Neuwied
Wahlkreis 5 - Bad Marienberg (Westerwald)/Westerburg
Wahlkreis 6 - Montabaur
Wahlkreis 7 - Diez/Nassau
Wahlkreis 8 - Koblenz/Lahnstein
Wahlkreis 9 - Koblenz
Wahlkreis 10 - Bendorf/Weißenthurm
Wahlkreis 11 - Andernach
Wahlkreis 12 - Mayen
Wahlkreis 13 - Remagen/Sinzig
Wahlkreis 14 - Bad Neuenahr-Ahrweiler
Wahlkreis 15 - Cochem-Zell
Wahlkreis 16 - Rhein-Hunsrück
Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Vordereifel
Bürgermeisterwahl in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bürgermeisterwahl in Remagen

Wahlkreis 1 - Betzdorf/Kirchen (Sieg)

Im Wahlkreis Betzdorf/Kirchen hatten sich Kandidatinnen und Kandidaten von sechs Parteien beworben. Johannes Behner von der CDU ist zum ersten Mal angetreten und hat das Direktmandat souverän mit 40,8 Prozent der Stimmen gewonnen. Er ist Bürgermeister der Stadt Betzdorf. Behner hat sich damit wie sein Vorgänger Michael Wäschenbach (CDU) gegen SPD-Kandidatin Sabine Bätzing-Lichtenthäler durchgesetzt, die 26,2 Prozent der Stimmen erhielt. Die AfD erhielt 20,9 Prozent, die Grünen 4,6 Prozent, die FDP 3,8 Prozent und Die Linke 3,7 Prozent.

Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte die SPD die meisten Zweitstimmen bekommen. Dieses Mal siegte die CDU mit 36,5 Prozent. Die SPD erhielt 23,7 Prozent und die AfD 21,7 Prozent der Zweitstimmen. Zum Wahlkreis gehören aus dem Kreis Altenkirchen die Verbandsgemeinden Daaden-Herdorf, Kirchen (Sieg) und Betzdorf-Gebhardshain und aus dem Westerwaldkreis die Verbandsgemeinde Rennerod.

Wahlkreis 2 - Altenkirchen (Westerwald)

Im Wahlkreis Altenkirchen hatten sich Kandidatinnen und Kandidaten von acht Parteien beworben. Matthias Reuber von der CDU verteidigte sein Direktmandat, das er 2021 zum ersten Mal gewonnen hat. Er kam dieses Mal auf 36,6 Prozent der Stimmen. Newcomer Philip Schimkat von der SPD erreichte 21,6 Prozent. Daneben hatten in diesem Wahlkreis auch Grüne (6,5 Prozent), AfD (22,7 Prozent), FDP (2,5 Prozent), Freie Wähler (4,3 Prozent), Die Linke (3,6 Prozent) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (2,2 Prozent) Direktkandidaten aufgestellt.

Bei den Zweitstimmen hatte die SPD bei der Wahl vor fünf Jahren gegenüber der CDU knapp die Nase vorn. Jetzt siegte die CDU deutlich mit 33,1 Prozent der Zweitstimmen. Die SPD liegt mit 21,7 Prozent noch hinter der AfD mit 23,5 Prozent. Zum Wahlkreis Altenkirchen gehören die Verbandsgemeinden Altenkirchen-Flammersfeld, Hamm (Sieg) und Wissen.

Wahlkreis 3 - Linz am Rhein/Rengsdorf

Im Wahlkreis Linz/Rengsdorf konnten sich die Wähler zwischen Kandidatinnen und Kandidaten von sieben Parteien entscheiden. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren konnte Ellen Demuth von der CDU das Direktmandat holen. Doch 2025 ist sie in den Bundestag gewählt worden und nach Berlin gegangen. Jetzt war für die CDU Jürgen Schmied angetreten. Er holte das Direktmandat mit 40,5 Prozent der Stimmen deutlich vor der SPD. Für die war Marie-Christin Ockenfels angetreten. Sie kam auf 23 Prozent der Stimmen. Auch Bündnis 90/Die Grünen (10,1 Prozent), AfD (17,3 Prozent), FDP (1,7 Prozent), Freie Wähler (5,2 Prozent) und VOLT (2,3 Prozent) hatten Direktkandidaten aufgestellt. Der AfD-Kandidat ist der Einzige, der schon bei der letzten Wahl dabei war.

Bei den Zweitstimmen hatte die CDU bei der vergangenen Wahl einige Stimmen verloren, sie lag aber noch knapp vor der SPD. Dieses Mal ist es deutlicher. Die CDU kommt auf 37,6 Prozent der Zweitstimmen, die SPD auf 23 Prozent. Die AfD kam auf 17,6 Prozent der Zweitstimmen. Zum Wahlkreis gehören die Verbandsgemeinden Asbach, Bad Hönningen, Linz am Rhein, Rengsdorf-Waldbreitbach und Unkel.

Wahlkreis 4 - Neuwied

Im Wahlkreis Neuwied standen Kandidatinnen und Kandidaten von acht Parteien auf dem Stimmzettel. Lana Horstmann von der SPD wollte ihr Direktmandat verteidigen. Das gelang mit hauchdünnem Vorsprung. Sie siegte mit 29,1 Prozent vor CDU-Kandidat Jan Petry, der auf 28,9 Prozent kam. Jan Bollinger, der Spitzenkandidat der AfD in Rheinland-Pfalz, trat ebenfalls im Wahlkreis Neuwied an. Er kam auf 23,6 Prozent der Stimmen. Auch Bündnis 90/Die Grünen (7,2 Prozent), FDP (1,6 Prozent), Freie Wähler (5 Prozent), VOLT (1,9 Prozent) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (2,7 Prozent) hatten Direktkandidaten aufgestellt. BSW-Mann Tobias Härtling war vor fünf Jahren noch für Die Linke angetreten.

Bei den Zweitstimmen konnte sich damals die SPD deutlich gegen die CDU durchsetzen. Das gelang in diesem Jahr nicht mehr. Die CDU siegte mit 29,1 Prozent vor der SPD mit 25,8 Prozent. Die AfD kam auf 23,8 Prozent. Zum Wahlkreis gehören die Stadt Neuwied und die Verbandsgemeinden Dierdorf und Puderbach.

Fragen und Antworten Das bietet das Portal mit Wahlergebnissen zur Landtagswahl RLP

Am 22. März finden Sie im Ergebnisportal zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz Prognose, Hochrechnungen, Koalitionsrechner, Ergebnisse für Ihren Ort und Wahlkreis sowie Analysen.

Rheinland-Pfalz wählt - Der Wahlabend SWR RLP

Wahlkreis 5 - Bad Marienberg (Westerwald)/Westerburg

Im Wahlkreis Bad Marienberg/Westerburg traten Kandidatinnen und Kandidaten von sieben Parteien an. Die Überraschung: Nach 30 Jahren hat Landtagspräsident Hendrik Hering von der SPD sein Direktmandat im Wahlkreis Bad Marienberg verloren. Janick Pape von der CDU, der auch Stadtbürgermeister von Westerburg ist, gewann mit 32,0 Prozent der Stimmen hauchdünn vor Hering mit 31,7 Prozent. Auch die Grünen (5,6 Prozent), AfD (22,8 Prozent), FDP (3,4 Prozent), Die Linke (3,5 Prozent) und die Gerechtigkeitspartei-Team Todenhöfer (1,0 Prozent) hatten Direktkandidaten aufgestellt. Die Gerechtigkeitspartei trat sonst nirgendwo im Norden von Rheinland-Pfalz an.

Bei den Zweitstimmen lag 2021 die SPD klar vor der CDU. Das hat sich dieses Mal geändert: Die CDU siegte mit 31,5 Prozent vor der SPD mit 25,1 Prozent. Die AfD wurde mit 23 Prozent zur drittstärksten Kraft. Zum Wahlkreis gehören die Verbandsgemeinden Bad Marienberg, Hachenburg, Selters und Westerburg.

Wahlkreis 6 - Montabaur

Neun Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich im Wahlkreis Montabaur beworben. Jenny Groß von der CDU hat ihr Direktmandat mit 40,6 Prozent deutlich verteidigt. Sie hatte auch bei der letzten Landtagswahl das Mandat souverän gewonnen. Für die SPD trat erstmals die Leiterin der VHS Montabaur, Caroline Albert-Woll, an. Sie erhielt 20,2 Prozent der Stimmen. Die AfD erhielt 17 Prozent, die Grünen 7,5 Prozent, die Freien Wähler 5,1 Prozent, Die Linke 3,3 Prozent, die FDP 2,4 Prozent, die Tierschutzpartei 2,2 Prozent und VOLT 1,7 Prozent.

Bei den Zweitstimmen hatte die CDU bei der letzten Wahl zwar fast fünf Prozent verloren, sie setzte sich damals trotzdem klar gegen die SPD durch. Auch dieses Mal siegte sie klar mit 38,8 Prozent vor der SPD mit 21,1 Prozent. Die AfD kam als drittstärkste Kraft auf 17,4 Prozent. Zum Wahlkreis gehören die Verbandsgemeinden Montabaur, Ransbach-Baumbach, Wallmerod und Wirges.

Wahlkreis 7 - Diez/Nassau

Im Wahlkreis Diez/Nassau traten Kandidatinnen und Kandidaten von acht Parteien an. Matthias Lammert von der CDU setzte sich sehr knapp gegen Manuel Liguori von der SPD durch und holte das Direktmandat. Lammert erhielt 28,7 Prozent der Stimmen, Liguori 28,5 Prozent. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatte Jörg Denninghoff von der SPD das Direktmandat im Wahlkreis Diez/Nassau gewonnen. Mittlerweile ist er Landrat im Rhein-Lahn-Kreis und die SPD hatte deshalb den Stadtbürgermeister von Nassau, Manuel Liguori, als Direktkandidat nominiert.

Die AfD erhielt im Wahlkreis Diez/Nassau 20,4 Prozent der Stimmen, die Freien Wähler 9,4 Prozent, die Grünen 6,1 Prozent, Die Linke 4,3 Prozent, die FDP 1,7 Prozent und die ÖDP 1,1 Prozent.

Die meisten Zweitstimmen gewann die CDU mit 28,4 Prozent. Die SPD erhielt 25,3 Prozent und die AfD 21 Prozent. Bei den Zweitstimmen lag 2021 die SPD noch mit großem Abstand vor der CDU. Zum Wahlkreis gehören die Verbandsgemeinden Aar-Einrich, Diez, Nastätten und Bad Ems-Nassau.

Wahlkreis 8 - Koblenz/Lahnstein

Im Wahlkreis Koblenz/Lahnstein bewarben sich Kandidatinnen und Kandidaten von neun Parteien. 2021 hatte noch Roger Lewentz, der damalige Innenminister von der SPD, das Direktmandat in seinem langjährigen Wahlkreis gewonnen. Dieses Jahr siegte Andreas Birtel von der CDU mit 33,6 Prozent. Ariana Kauth von der SPD kam auf 28,7 Prozent. Auch Bündnis 90/Die Grünen (8,9 Prozent), AfD (14 Prozent), FDP (1,9 Prozent), Freie Wähler (4,9 Prozent), Die Linke (4 Prozent) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (2,1 Prozent) hatten Direktkandidaten aufgestellt. Die Direktkandidatin von VOLT, Katja Bühring, war gleichzeitig auch die rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin ihrer Partei, sie kam auf 1,9 Prozent der Wahlkreisstimmen.

Porträt Andreas Birtel von der CDU
Andreas Birtel von der CDU konnte den Wahlkreis des ehemaligen Innenministers Roger Lewentz (SPD) gewinnen. Andreas Birtel

Bei der Landtagswahl 2021 war die SPD bei den Zweitstimmen stärkste Kraft. Das ist sie jetzt nicht mehr. Die CDU kam auf 32,8 Prozent der Stimmen, die SPD auf 28,1 Prozent. Die AfD wurde mit 15 Prozent drittstärkste Kraft. Zum Wahlkreis gehören die rechtsrheinischen Stadtteile von Koblenz, die Stadt Lahnstein und die Verbandsgemeinde Loreley.

Wahlkreis 9 - Koblenz

Im Wahlkreis Koblenz standen Kandidatinnen und Kandidaten von acht Parteien auf dem Stimmzettel. Bei der letzten Landtagswahl hatte Anna Köbberling von der SPD das Direktmandat gewonnen. Das hat dieses Mal nicht geklappt. Philip Rünz gewann für die CDU mit 29,8 Prozent. Köbberling kam auf 27,8 Prozent. AfD-Kandidat Joachim Paul kam auf 13 Prozent der Wahlkreisstimmen. Die Grünen erreichten mit Direktkandidat Carl-Bernhard von Heusinger 12,4 Prozent. Auch Die Linke (7,3 Prozent), die Freien Wähler (5,5 Prozent), die FDP (2,3 Prozent) und VOLT (2,0 Prozent) hatten Direktkandidaten aufgestellt.

Philip Rünz von der CDU hat bei der Landtagswahl 2026 in RLP im Wahlkreis 9 Koblenz erstmals das Direktmandat geholt.
Philip Rünz von der CDU hat bei der Landtagswahl 2026 in RLP im Wahlkreis 9 Koblenz erstmals das Direktmandat geholt. Seit 2021 hatte Anna Köbberling von der SPD diesen Wahlkreis im Mainzer Landtag vertreten. Philip Rünz/privat

Bei den Zweitstimmen gewann beim letzten Mal die SPD klar vor der CDU. Auch das ist bei dieser Wahl anders. Die CDU siegt klar mit 30,2 Prozent der Stimmen, die SPD kam auf 25,2 Prozent und die AfD auf 13,2 Prozent. Der Wahlkreis umfasst das linksrheinische Stadtgebiet von Koblenz.

Wahlkreis 10 - Bendorf/Weißenthurm

Im Wahlkreis Bendorf/Weißenthurm wollten Kandidatinnen und Kandidaten von sieben Parteien das Direktmandat holen. Für die CDU kandidierte wieder Peter Moskopp. Er hatte vor fünf Jahren das Direktmandat gewonnen und war damals zum ersten Mal in den Landtag eingezogen. Auch dieses Mal klappte es mit dem Direktmandat, der CDU-Mann bekam 39,5 Prozent der Stimmen. Die SPD hatte Kai Dommershausen nominiert. Er erhielt 25,9 Prozent der Wahlkreisstimmen. Daneben hatten auch Bündnis 90/Die Grünen (7,3 Prozent), AfD (18,3 Prozent), FDP (2,3 Prozent), Die Linke (3,8 Prozent) und die Tierschutzpartei (3 Prozent) Direktkandidaten aufgestellt.

Bei den Zweitstimmen gewann 2021 die SPD vor der CDU. Diesen Sieg konnte sie nicht wiederholen. Die CDU bekam diesmal 35,2 Prozent der Zweitstimmen, die SPD 24,6 Prozent. Die AfD ist drittstärkste Kraft mit 18,1 Prozent. Zum Wahlkreis gehören aus dem Kreis Mayen-Koblenz die Stadt Bendorf, die Verbandsgemeinden Vallendar, Weißenthurm und aus dem Westerwaldkreis die VG Höhr-Grenzhausen.

Wahlkreis 11 - Andernach

Im Wahlkreis Andernach hat Anette Moesta von der CDU mit 32,5 Prozent die meisten Wahlkreisstimmen erhalten. Sie ist seit 2021 im Landtag. Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte noch Clemens Hoch von der SPD das Direktmandat gewonnen. Der bisherige rheinland-pfälzische Gesundheitsminister trat auch diesmal wieder an und kam auf 29,3 Stimmen. Daneben hatten auch Grüne (8,1 Prozent), AfD (22,6 Prozent), FDP (2,8 Prozent) und die Linke (4,6 Prozent) Direktkandidaten aufgestellt.

Bei den Zweitstimmen gewann die CDU mit 31,2 Prozent vor der SPD (25,4 Prozent) und der AfD (21,8 Prozent). Zum Wahlkreis gehören die Stadt Andernach und die Verbandsgemeinden Pellenz und Mendig.

Wahlkreis 12 - Mayen

Im Wahlkreis Mayen bewarben sich bei dieser Landtagswahl Kandidatinnen und Kandidaten von sieben Parteien. Vor fünf Jahren hatte Torsten Welling von der CDU als Newcomer das Direktmandat gewonnen. Das ist ihm auch diesmal wieder gelungen. Er holte 40,5 Prozent der Wahlkreisstimmen. Für die SPD trat Nico Cordes an, er kam auf 23 Prozent. Daneben haben auch Bündnis 90/Die Grünen (7,8 Prozent), AfD (17 Prozent), FDP (2,1 Prozent), Freie Wähler (6,5 Prozent) und Die Linke (3 Prozent) eigene Direktkandidaten aufgestellt.

Bei den Zweitstimmen gewann bei der letzten Wahl die SPD knapp vor der CDU. Das ist in diesem Jahr anders, denn die Christdemokraten liegen mit 37,4 Prozent an der Spitze. Auf Platz zwei liegt die SPD mit 23,7 Prozent und auf Platz drei die AfD mit 17,7 Prozent. Zum Wahlkreis gehören die Stadt Mayen und die Verbandsgemeinden Maifeld, Vordereifel und Rhein-Mosel.

Wahlkreis 13 - Remagen/Sinzig

Im Wahlkreis Remagen/Sinzig wollten Kandidatinnen und Kandidaten von acht Parteien mit dem Direktmandat in den neuen Landtag. Der Landkreis Ahrweiler ist in zwei Wahlkreise aufgeteilt. Für die Menschen an der Ahr ist es die erste Landtagswahl nach der Flutkatastrophe.

Vor fünf Jahren hatte Petra Schneider von der CDU das Direktmandat im Wahlkreis Remagen/Sinzig gewonnen. Das gelang ihr auch dieses Mal. Sie bekam 39,7 Prozent der Stimmen. Für die SPD trat wieder Susanne Müller an, sie bekam 23,8 Prozent der Wahlkreisstimmen. Auch Bündnis 90/Die Grünen (9,7 Prozent), AfD (16,3 Prozent) , FDP (2,6 Prozent), Die Linke (4,4 Prozent), VOLT (2,4 Prozent) und die ÖDP (1,2 Prozent) hatten Direktkandidaten aufgestellt.

Bei den Zweitstimmen lag letztes Mal die SPD klar vor der CDU. Das hat sich dieses Mal gedreht: die CDU siegte klar mit 35,7 Prozent vor der SPD mit 23 Prozent. Die AfD wurde mit 16,1 Prozent drittstärkste Kraft. Zum Wahlkreis gehören die Städte Remagen und Sinzig und die Verbandsgemeinden Bad Breisig und Brohltal.

Wahlkreis 14 - Bad Neuenahr-Ahrweiler

Im Wahlkreis Bad Neuenahr-Ahrweiler wollten Kandidatinnen und Kandidaten von acht Parteien das Direktmandat gewinnen. Der Landkreis Ahrweiler ist in zwei Wahlkreise aufgeteilt. Für die Menschen an der Ahr ist es die erste Landtagswahl nach der Flutkatastrophe.

Vor fünf Jahren hatte Horst Gies von der CDU das Direktmandat im Wahlkreis Bad Neuenahr/Ahrweiler souverän gewonnen. Für ihn trat jetzt Guido Orthen an, der seit 15 Jahren Bürgermeister in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist. Er gewann das Direktmandat klar mit 49,4 Prozent der Wahlkreisstimmen. Der Kandidat der SPD, Thomas Meyer, kam auf 19,5 Prozent. Auch Bündnis 90/Die Grünen (8,4 Prozent), AfD (13,5 Prozent) , FDP (3,4 Prozent), Die Linke (2,9 Prozent), die ÖDP (1,3 Prozent) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (1,6 Prozent) hatten Direktkandidaten aufgestellt.

Bei den Zweitstimmen lag vor fünf Jahren die CDU klar vor der SPD. Das war auch dieses Mal der Fall. Die CDU kam auf 43,2 Prozent, die SPD auf 20,3 Prozent. Die AfD kam auf den dritten Platz mit 14,1 Prozent der Stimmen. Zum Wahlkreis gehören die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, die Gemeinde Grafschaft und die Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr.

Wahlkreis 15 - Cochem-Zell

Im Wahlkreis Cochem-Zell hat Jens Münster von der CDU mit einem deutlichen Vorsprung vor der SPD das Direktmandat gewonnen. Er war im Mainzer Landtag für seine Parteikollegin Anke Beilstein nachgerückt, als sie Landrätin im Kreis Cochem-Zell wurde. Jens Münster gewann sein Direktmandat souverän mit 41 Prozent der Stimmen und lag damit klar vor Benedikt Oster von der SPD, der auf 29,6 Prozent kam. Daneben gab es Kandidaten von AfD (16,9 Prozent), Grünen (5,6 Prozent), FDP (3,4 Prozent), ÖDP (1,2 Prozent) und BSW (2,3 Prozent).

Porträt von Jens Münster, Direktkandidat von der CDU im Wahlkreis Cochem-Zell
Jens Münster von der CDU hat das Direktmandat für den Wahlkreis Cochem-Zell souverän gewonnen. Jens Münster

Auch bei den Zweitstimmen machte die CDU das Rennen und lag mit 41,2 Prozent vor der SPD mit 22,1 Prozent. Die AfD kam auf Platz drei mit 17,6 Prozent der Zweitstimmen. Der Wahlkreis umfasst den gesamten Landkreis Cochem-Zell.

 Wahlkreis 16 - Rhein-Hunsrück

Im Wahlkreis Rhein-Hunsrück wollten Kandidatinnen und Kandidaten von zehn Parteien mit einem Direktmandat in den neuen Landtag. Geschafft hat es Tobias Vogt von der CDU, der sein Direktmandat mit 36,8 Prozent der Wahlkreisstimmen verteidigte. Schon bei der Landtagswahl 2021 hatte der Christdemokrat das Direktmandat gewonnen. Die SPD hatte Ruth Greb aufgestellt. Sie war erst am 1. Januar in den Landtag nachgerückt. Sie bekam 23 Prozent der Wahlkreisstimmen. Auch Bündnis 90/Die Grünen (6,2 Prozent), AfD (19,0 Prozent), FDP (2,5 Prozent), Freie Wähler (4,7 Prozent), Die Linke (3,5 Prozent), VOLT (1,2 Prozent), ÖDP (0,9 Prozent) und BSW (2,2 Prozent) hatten eigene Direktkandidaten aufgestellt.

Bei den Zweitstimmen lag vor fünf Jahren die SPD knapp vor der CDU. Diesmal ist das anders: Die CDU siegte mit 34,6 Prozent der Zweitstimmen klar vor der SPD mit 23,8 Prozent. Die AfD kam auf 19,4 Prozent. Zum Wahlkreis gehören die Stadt Boppard und die Verbandsgemeinden Hunsrück-Mittelrhein, Kastellaun und Simmern-Rheinböllen.

Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Vordereifel

In der Verbandsgemeinde Vordereifel gab es ein zusätzliches Kreuz zu machen, da der bisherige Bürgermeister Alfred Schomisch von der CDU Anfang Januar überraschend gestorben war. Sein Nachfolger wird Timo Kanzinger, ebenfalls von der CDU. Er bekam 56,8 Prozent der Stimmen. Kanzinger ist 44 Jahre alt, Offizier bei der Bundeswehr und wohnt in Kehrig. Bei der Wahl hat er sich erfolgreich gegen seine beiden Konkurrenten Michael Groß von der Freien Wählergruppe Vordereifel (27,9 Prozent) und den parteilosen Kandidaten Christian Müller (15,3 Prozent) durchgesetzt.

Bürgermeisterwahl in Bad Neuenahr-Ahrweiler

In Bad Neuenahr-Ahrweiler gab es auch eine Bürgermeisterwahl. Der bisherige Bürgermeister Guido Orthen von der CDU trat nicht mehr an, weil er als Kandidat für die Landtagswahl aufgestellt wurde. Die CDU schickte ihren Vize-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Pascal Rowald, ins Rennen. Er siegte mit 52,9 Prozent der Stimmen. Zweiter wurde Jörn Kampmann, der zwar SPD-Mitglied ist, aber parteilos antrat. Er kam auf 23,2 Prozent der Stimmen. Die Grünen hatten ihren Fraktionssprecher Christoph Scheuer aufgestellt. Er erhielt 16,5 Prozent der Stimmen. Der parteilose Axel Ritter, der als einziger schon bei der letzten Bürgermeisterwahl 2017 angetreten war, kam auf 7,5 Prozent.

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Nachfolger von Guido Orthen (CDU) Pascal Rowald ist neuer Bürgermeister von Bad Neuenahr-Ahrweiler

Parallel zur Landtagswahl ist in Bad Neuenahr-Ahrweiler auch ein neuer Bürgermeister gewählt worden. Es gab vier Kandidaten - der CDU-Kandidat machte das Rennen.

SWR Aktuell - Wahl Spezial SWR Aktuell

Ein Sieg des CDU-Kandidaten war erwartet worden. Seit der Zusammenlegung von Bad Neuenahr und Ahrweiler zu einer Stadt 1969 gab es ausschließlich CDU-Bürgermeister. Und auch der Stadtrat ist mit mehr als 40 Prozent fest in der Hand der Christdemokraten.

Bürgermeisterwahl in Remagen

In Remagen ist Björn Ingendahl (parteilos) als Bürgermeister wiedergewählt worden. Nach den Angaben auf der Internetseite der Stadtverwaltung bekam er 66,9 Prozent der Stimmen. Seine Gegenkandidatin Rita Schäfer, die ebenfalls als parteilose Bewerberin antrat, bekam 21 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung in Remagen lag bei der Bürgermeisterwahl bei 59,8 Prozent. Insgesamt wurden nach Angaben der Verwaltung 7.875 gültige Stimmen abgegeben. 

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Am 22.März 2026 wählt Rheinland-Pfalz den Landtag. Wie viele Stimmen gibt es, was ist bei Briefwahl zu beachten und welchen Einfluss hat die Wahlbeteiligung auf das Ergebnis?

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