Kopf-an-Kopf Rennen am 22. März 2026

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Das Wichtigste im Überblick

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Von Autor/in Christian Stracke

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg war ein knappes Rennen um den Posten des Ministerpräsidenten. Auch in Rheinland-Pfalz deutet sich am 22. März 2026 laut Umfragen ein Wahlkrimi an, zwischen der CDU und der SPD. Was zum Landtag, zu Stimmen oder zur Briefwahl kurz vor der Wahl wichtig ist, erklärt die stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

Wie viele Stimmen haben Wähler*innen?

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben Wählerinnen und Wähler zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird ein Wahlkreis-Kandidat oder eine -Kandidatin gewählt. Mit der Zweitstimme wird eine Partei gewählt.

Wie wird gewählt?

Im Landtag sitzen 101 Abgeordnete. Sie werden nach der personalisierten Verhältniswahl gewählt. 52 Abgeordnete werden über die Erststimme gewählt. 49 Abgeordnete mit der Zweitstimme.

Wie setzt sich der Landtag zusammen?

Die Zweitstimme entscheidet, wie viele Sitze jede Partei im Landtag bekommt. Nur die Parteien mit mehr als fünf Prozent der Wählerstimmen ziehen in den Landtag ein. Ausnahme: Ein Kandidat gewinnt ein Direktmandat. Dann ist er in jedem Fall Mitglied des nächsten Landtags.

Was ist ein Überhangmandat?

Es kann in Ausnahmefällen passieren, dass eine Partei über Ihr Erststimmenergebnis mehr Mandate erlangt, als ihr per Zweitstimmenergebnis zustehen. Dann entstehen Überhangmandate.

Was ist ein Ausgleichsmandat?

Überhangmandate verändern das Kräfteverhältnis der Parteien im Landtag. Damit das nicht passiert, können sogenannte Ausgleichsmandate den gewählten Parteienproporz wiederherstellen. Beides – Überhang- und Ausgleichsmandate - hat es in Rheinland-Pfalz noch nicht gegeben.

Welche Befugnisse hat der Landtag?

Der Landtag wählt beispielsweise die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten und bestätigt die Landesregierung. Er beschließt die Gesetze und den Landeshaushalt, kontrolliert die Landesregierung und wirkt mit an der politischen Willensbildung. 

Was sind wichtige landespolitische Themen?

Wichtige Gebiete, auf denen das Land Gesetze erlassen kann, sind zum Beispiel: Polizei, Bildung, Kultur, Rundfunk, Recht der Kommunen (Gemeinden, Städte und Landkreise), Organisation der Verwaltung.

Wo können Wähler*innen sich informieren?

Zum Beispiel auf dem offiziellen Wahlportal des Landes Rheinland-Pfalz. Hier gibt es wichtige Informationen für Wahlberechtigte, zum Wahlsystem oder praktische Erklärungen. Auch hilfreich: Der Wahl-O-Mat. Hier kann jeder checken, welche der zur Wahl zugelassenen Parteien der eigenen politischen Position am nächsten ist. Entwickelt wurde er von der Bundes- und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz zusammen.

Was ist der Wahl-O-Mat zum Aufkleben?

Den Wahl-O-Mat gibt es nicht nur online, sondern mittlerweile auch analog. Er nennt sich: Wahl-O-Mat zum Aufkleben. Mit ihm sind Landeszentrale für politische Bildung und der Landtag seit Ende Februar auf Tour. Er funktioniert fast wie der normale Wahl-O-Mat – nur, dass er Menschen zudem noch zum Diskutieren einlädt.

Welche Rolle spielt die Briefwahl?

Immer mehr Menschen in Rheinland-Pfalz nutzen die Briefwahl. Eingeführt wurde sie in Deutschland 1957, um insbesondere alten, kranken und behinderten Menschen die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen. Bei der letzten Landtags- und der Bundestagswahl haben in Rheinland-Pfalz mehr als 60 Prozent per Brief gewählt.

Mehr Infos aus dem SWR:

Mehr Infos zur Wahl finden Sie hier:

Hier geht's zum Wahl-O-Mat:

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Christian Stracke