Neues Konzept für Krankenhäuser

Nach DRK-Insolvenz in Neuwied: 103 Menschen werden gekündigt

In der insolventen DRK-Klinik in Neuwied werden heute die Beschäftigten darüber informiert, wem gekündigt wird. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrats sind 103 Menschen betroffen.

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Stand

Der Gesamtbetriebsratschef der DRK Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz, Eberhard Bruch, sagte auf SWR-Anfrage, darunter seien auch Chefärztinnen und Chefärzte - wie viele genau konnte er jedoch nicht sagen. Auch Personal aus der Verwaltung oder der Küche werde teilweise nicht weiter beschäftigt.

Neues Konzept für Neuwieder Krankenhäuser vorgestellt

Momentan hat das DRK-Krankenhaus 570 Beschäftigte. Im kommenden Monat übernimmt die Marienhaus-Gruppe die DRK-Klinik. Die Marienhaus betreibt auch das St. Elisabeth Krankenhaus in Neuwied. Vor Kurzem hatte die Gruppe ein Konzept dafür vorgestellt, wie es mit den beiden Häusern weitergehen soll.

Neuwied

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In Neuwied geht es weiter: Die Marienhaus-Gruppe übernimmt das insolvente DRK-Krankenhaus und möchte nach eigenen Angaben auch einen großen Teil der Beschäftigten behalten.

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Das Konzept sieht vor, dass in der Stadt unter dem Namen Marienhaus Klinikum Neuwied-Waldbreitbach beide Krankenhäuser, Haus Elisabeth und Haus DRK, bestehen bleiben sollen. Einzelne Fachbereiche, die in beiden Häusern identisch angeboten werden, wie beispielsweise die Chirurgie oder die Innere Medizin, werden laut dem Konzept zusammengeführt und teilweise ausgebaut. Kein medizinischer Fachbereich wird geschlossen.

Notaufnahme und Intensivstation im Haus Elisabeth

Im Haus Elisabeth soll die Zentrale Notaufnahme sowie die Bereitschaftsdienstzentrale angesiedelt werden und künftig zu einem integrierten Notfallzentrum ausgebaut werden. Auf dem Gebäude gibt es einen Hubschrauberlandeplatz. Das sei auch ein Grund, weshalb die Zentrale Notaufnahme dort sinnvoll sei, heißt es von der Marienhaus-Gruppe.

Wie die Verantwortlichen mitteilten, wird sich das Haus Elisabeth auch auf die intensivmedizinische stationäre Versorgung der Menschen fokussieren. Dafür soll künftig eine Intensivstation mit 22 Betten sowie ein Bereich mit zehn weiteren Betten, in denen die Patienten überwacht werden können, bereitstehen. Auch die Gynäkologie, die Geburtshilfe mit Frühchenstation und die Pädiatrie bleiben im St. Elisabeth Krankenhaus.

Alle Auszubildenden und Pflegekräfte behalten ihren Job

Im bisherigen DRK-Krankenhaus sollen nach Angaben der Marienhaus-Gruppe rund 75 Prozent der Mitarbeitenden übernommen werden. Darunter alle Auszubildenden und alle examinierten Pflegekräfte. In der Verwaltung sowie beim Reinigungs- und Küchenpersonal könne es dagegen Entlassungen geben. Denn diese Bereiche der beiden Krankenhäuser sollen nach dem Konzept zusammengeführt werden.

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Geplante und ambulante OPs weiter in DRK-Klinik

Das Konzept sieht darüber hinaus vor, dass im Haus DRK geplante stationäre sowie ambulante Operationen angeboten werden. Die MVZ-Leistungen sollen als Fachärzteangebot im Haus DRK gebündelt werden, ebenso die Allgemeine Innere Medizin.

Zudem sollen Augenheilkunde, HNO und Onkologie sowie Strahlentherapie weiter im Haus DRK bleiben. Die psychiatrische Tagesklinik wird ebenfalls im Haus DRK angesiedelt.

Offizielle Übernahme des insolventen DRK-Krankenhauses am 1. April

Die Insolvenzverwaltung will nach eigenen Angaben einen geordneten Übergang für die weiterbeschäftigten Mitarbeiter sicherstellen. Ziel ist es demnach, einen strukturierten Wechsel zu gewährleisten, damit die medizinische Versorgung weiter uneingeschränkt sichergestellt bleibt und das Haus unter bestmöglichen Bedingungen in die neue Trägerschaft übergeht.

Vorraussichtlich zum 1. April wird die Marienhaus-Gruppe nach eigenen Angaben die insolvente DRK-Klinik offiziell übernehmen. Dann soll es in beiden Krankenhäusern in Neuwied fast 500 Betten und rund 2.300 Beschäftigte geben.

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SWR