Masken, Handschuhe und Schutzbrillen auf Vorrat

Ausrüstung im Pandemie-Fall: Landesweites Materiallager entsteht in Andernach

In Andernach sollen künftig Schutzanzüge und Masken gelagert werden. Im Fall einer Pandemie könnten damit landesweit Pflegeeinrichtungen oder Feuerwehren ausgestattet werden.

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Von Autor/in Jessica Pfeiffer

Das Materiallager soll knapp 3.200 Quadratmeter groß werden. Es soll auf dem Gelände des Landeskrankenhauses in Andernach entstehen und auch von diesem betrieben werden.

Vorrat an Schutzausrüstung für den Pandemie-Fall

In dem Lager sollen nach Angaben des Landes unter anderem Anzüge, Masken oder auch Handschuhe gelagert werden, um im Fall einer Pandemie oder einer vergleichbaren Krisensituationen Schutzausrüstung vorrätig zu haben. Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) sagte, man müsse vorbereitet sein, falls es noch einmal zu einer Ausnahmesituation wie bei der Corona-Pandemie komme.

Die Ausrüstung sollen dann medizinische und pflegerische Einrichtungen, wie Krankenhäuser oder Altenheime, erhalten, außerdem die kritische Infrastruktur, wie Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste. Voraussetzung ist, dass sich diese Bereiche nicht selbst ausreichend mit Schutzausrüstung versorgen können. "Das Materiallager ist dabei ein wichtiger Baustein der Prävention, denn im Ernstfall ist es wichtig, dass unsere Gesundheitseinrichtungen schnell und unbürokratisch auf persönliche Schutzausrüstungen, wie Masken, Handschuhe und Schutzanzüge, Zugriff haben", sagte Hoch.

Landesweites Materiallager in Andernach kostet rund acht Millionen Euro

Die Kosten für den Neubau liegen bei rund 8,2 Millionen Euro und werden komplett vom Land getragen. Das Land rechnet nach eigenen Angaben damit, dass das Lager 2025 fertiggestellt sein wird.

Im Normalbetrieb soll es von vier bis fünf Mitarbeitenden betrieben werden. Sie sollen beispielsweise überprüfen, ob Masken und Schutzbrillen noch in Ordnung sind und auch Ausrüstung nachbestellen. Der jährliche Betrieb wird nach Angaben des Landes zwischen 700.000 Euro (im Normalbetrieb) und 1,5 Millionen Euro (im Fall einer Pandemie) kosten.

Etwa ein Jahr bevor das Verwendbarkeitsdatum erreicht wird, soll die Schutzausrüstung Einrichtungen angeboten werden, um zu verhindern, dass Ausrüstung verfällt oder vernichtet werden muss.