Die neuen Papierkörbe sehen mehr aus wie brusthohe, bunt beklebte Schränke. Der Kommunale Servicebetrieb Koblenz hat sechs Stück an ausgewählten Standorten in der Innenstadt von Koblenz aufgestellt, unter anderem in der Altstadt und am Löhrrondell. Sie stehen vor allem dort, wo erfahrungsgemäß besonders viel Abfall anfällt, sagt Sebastian Glinski vom Abfallbetrieb der Stadt: "Dort, wo viel gegessen und getrunken wird."
Laut Glinski werden die Papierkörbe in diesen Bereichen teilweise mehrmals täglich geleert. "Aber es reicht manchmal einfach nicht." Deswegen setzt er große Hoffnungen in den neuen Abfallbehälter mit der integrierten vollautomatischen Müllpresse: "Der kann ein Vielfaches eines herkömmlichen Papierkorbs an Müll aufnehmen."
So funktionieren die vollautomatischen Müllpressen
Geöffnet wird die Einwurfklappe der neuen Müllbox mit der Hand oder mit einem Fußpedal. Im Inneren der Box gibt es eine Lichtschranke. Wenn der Müll entsprechend hoch aufgetürmt ist, löst die Lichtschranke die Presse aus. Der Füllstand wird mit einer Internetverbindung automatisch an die Stadt gemeldet. Der Strom dafür wird von einem Solarmodul auf der Oberseite der Tonne produziert.
Dadurch, dass die neuen Abfallbehälter komplett geschlossen sind, ist der Müll nicht länger sichtbar und kann auch nicht vom Wind weggeweht werden. Die Stadt hofft, dass das zu mehr Sauberkeit in der Innenstadt beiträgt.