"Was lange währt, wird endlich gut", mit diesen Worten begrüßte Fred Jüngerich (parteilos), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, die Gäste im neuen Hallenbad in Altenkirchen. Das Bad sei das Vorzeigeprojekt der letzten Jahrzehnte in der VG und ein Gewinn für die gesamte Region.
"Wir haben das Hallenbad vor allem für unsere zehn Schulen in der VG und Vereine wie die DLRG gebaut", erklärt Jüngerich. Denn es sei wichtig den Schulsport zu fördern und Kindern und Jugendlichen das Schwimmen beizubringen. Natürlich könnten aber auch Bürgerinnen und Bürger das neue Hallenbad künftig besuchen.
Hallenbad Altenkirchen unter anderem mit Sportbecken und Sprungturm
Das neue Hallenbad hat ein Sportbecken mit fünf Bahnen sowie ein Ein-Meter-Brett und einen Drei-Meter-Sprungturm. Außerdem gibt es ein Kursbecken mit verstellbarem Hubboden, etwa für Wassergymnastik und Schwimmanfänger. Für Kinder gibt es ein Planschbecken und im Außenbereich gibt es eine Liegewiese, die die Gäste im Sommer nutzen können.
An zwei Seiten besteht das neue Hallenbad aus großen Glasfronten, wodurch man einen Weitblick in die Landschaft des Westerwaldes hat. Diese Glasfront lässt sich auch öffnen, sodass das Hallenbad im Sommer Freibadcharakter erhält. Die Baukosten liegen bei rund 20 Millionen Euro. Davon hat das Land 3,75 Millionen Euro und die Else-Schütz-Stiftung 1,6 Millionen finanziert.
DLRG Altenkirchen hat im neuen Hallenbad mehr Möglichkeiten
"Für uns ist das neue Hallenbad die Eintrittskarte ins Schlaraffenland", sagt Harald Bracht, Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Altenkirchen. Im neuen Bad hätten sie mehr Platz als im alten Bad und könnten somit künftig mehr Schwimmkurse anbieten.
"Wir hatten zuletzt Wartezeiten von bis zu einem Jahr, die können wir künftig deutlich verkürzen", so Bracht. Es sei wichtig, den Menschen das Schwimmen beizubringen, um schlimme Badeunfälle möglichst zu verhindern.
Altes Hallenbad soll abgerissen werden
"Wie tausende andere Menschen auch, habe ich im alten Hallenbad das Schwimmen gelernt", erinnert sich VG-Bürgermeister Fred Jüngerich. Das Bad war bis zuletzt in Betrieb, jetzt soll es aber abgerissen werden. Es ist so marode, dass sich eine Sanierung laut Jüngerich nicht gelohnt hätte. "Wann wir das alte Hallenbad abreißen, ist noch unklar, ebenso was danach mit dem Grundstück passieren wird", so Fred Jüngerich.