Die 78. Deutsche Weinmajestät wird am 25. September im Saalbau in Neustadt an der Weinstraße gewählt. Wer sich dort im Finale präsentieren darf, ist seit einer anspruchsvollen Vorentscheidung klar: Fünf von insgesamt elf Bewerberinnen und einem Bewerber haben sich mit fachlicher Stärke und überzeugenden Auftritten durchgesetzt.
Fünf Frauen im Finale um den Titel
Aus der Pfalz, dem Rheingau, Rheinhessen, Saale-Unstrut und Württemberg treten an (v.l.n.r.:):
- Anna Antonia Cölsch (Pfalz)
- Lena Roie (Rheingau)
- Kathrin Knierim (Rheinhessen)
- Paula Löber (Saale-Unstrut)
- Natalie Schäfter (Württemberg)
Sie werden dann im Neustadter Saalbau ihren großen Auftritt haben und um die Krone der Deutschen Weinmajestät konkurrieren.
Alle Infos im Überblick Die Wahl der Deutschen Weinmajestät 2026
Wer erobert Krone oder Amtskette? Zehn Bewerberinnen und ein Bewerber stellen sich dem spannenden Wettbewerb zur Wahl der 78. Deutschen Weinmajestät.
Anspruchsvolle Fachfragen – auch auf Englisch
In der Vorentscheidung mussten alle Kandidierenden zeigen, dass sie mehr können als nur repräsentativ auftreten: Die Jury stellte komplexe Fragen zu Weinbau, Kellerwirtschaft und Marketing. Themen waren unter anderem: Vor- und Nachteile des Minimalschnitts, Bedeutung des Weintourismus, Einflussfaktoren auf den CO₂-Fußabdruck einer Weinflasche, Einsatz von Drohnen in Steillagen, Steuerung des Wasserhaushalts im Weinberg.
Zusätzlich wurden Fragen auf Englisch gestellt. Dabei sollten die Kandidierenden zum Beispiel die Produktion von Bioweinen erklären oder erläutern, warum Deutschland als "Pinot Paradise" gilt.
Die Fachfragen stammten aus einer Masterjury mit internationalem und fachlichem Hintergrund, unter anderem mit der ehemaligen Präsidentin der Norwegischen Sommelier-Vereinigung, Liora Levi, dem Sommelier und Weinexperten Gerhard Retter sowie Bettina Siée, Chefredakteurin der Fachzeitschrift "Das Deutsche Weinmagazin".
Teamaufgaben mit Rebsorten im Glas
Neben Einzelauftritten war auch Teamgeist gefragt: In Gruppenaufgaben mussten die Teilnehmerinnen und der Teilnehmer verdeckte Weinproben analysieren und Rebsorten erkennen. Das Publikum im Livestream war eingebunden und konnte anhand der Beschreibungen der Gruppen selbst Tipps abgeben, um welche Rebsorten es sich handelt.
Moderiert wurde die Vorentscheidung von SWR-Moderator Holger Wienpahl.
Spannung vor dem Finale
Nach der Bekanntgabe der fünf Finalistinnen gab es tosenden Applaus. Melanie Broyé-Engelkes, Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts, sprach von einem "hoch qualifizierten Quintett" und einem zu erwartenden Wettstreit "auf hohem Niveau".
Am Ende entscheidet sich, wer die 78. Deutsche Weinmajestät wird und Deutschland ein Jahr lang als Weinbotschafterin im In- und Ausland repräsentiert.