Ein Schritt nach dem anderen. Unter den Füßen das 20 Millimeter schmale Band - die Slackline, sonst nichts. Neben der 360 Meter langen Geierlay Hängeseilbrücke balancieren Slackliner hoch über dem Mörsdorfer Bachtal. Josha Sinn ist einer von ihnen.
Slackliner überprüfen gemeinsam alle Sicherungen
Bevor es losgeht, muss jeder Handgriff sitzen. Gemeinsam mit einem anderen Slackliner prüft er noch einmal alle Sicherungen. Alles ist bereit für seine ersten Schritte auf der etwa 600 Meter langen Strecke. "600 Meter sind doch noch mal schwieriger, umso länger die Slackline wird. Bei 300 Meter bin ich in meiner Komfortzone," sagt der Slackliner.
Man macht halt einfach Schritt für Schritt und dann merkt der Kopf, es ist gar nicht gefährlich.
Dann betritt Josha die Slackline und geht los. Langsam und vorsichtig. Nun sind alle Augen auf Josha gerichtet. "Man macht halt immer Schritt für Schritt und dann merkt der Kopf, es ist gar nicht gefährlich." Sollte der Slackliner das Gleichgewicht verlieren und runter fallen, wird er von einem Sicherungsseil aufgefangen und kann wieder nach oben klettern. Aber alles geht gut. Zwar wackelt die Slackline hin und wieder, aber Josha kann die Balance halten. "Ich finde es schon einfach ein schöner Ort, weil man die Brücke neben sich hat und unter sich das Tal, recht naturnah."
Bis zum 3. Mai können Besucherinnen und Besucher an der Geierlay die Slackliner beobachten. Sie sind täglich von 11 Uhr bis 17 Uhr auf der Slackline unterwegs.