Für das Gericht war klar, dass die fünf Männer aus Belgien und den Niederlanden im Februar dieses Jahres den Bus auf der A3 bei Dernbach überfallen wollten. Es verurteilte den Haupttäter deshalb zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis. Seine Mittäter bekamen Strafen zwischen fünf und drei Jahren Haft.
Haupttäter schoss auf Reifen
Die Richterin des Landgerichts Koblenz sieht es als erwiesen an, dass die Tat generalstabsmäßig geplant war. Demnach hat der Kopf der Bande ein Team zusammengestellt. Der Plan: einen Reisebus auf seiner Fahrt von Dortmund nach Istanbul zu verfolgen und während einer Pause im Bus angeblich verstecktes Gold und Geld zu rauben. Offenbar ging den fünf Tätern, die den Bus mit zwei Autos verfolgten, die Geduld aus. Aus einem Transporter heraus schoss der Haupttäter auf der A3 bei Dernbach auf den Hinterreifen, um ihn zum Abbiegen zu zwingen. Er traf aber die Reifen nicht.
Polizei konnte Täter an der Raststätte festnehmen
Ein weiteres Auto bedrängte den Reisebus ebenfalls. Dem Busfahrer gelang es trotzdem bis zur nächsten Raststätte Heiligenroth weiterzufahren. Die Insassen des Busses hatten zwischenzeitlich die Polizei alarmiert. Die Männer wurden festgenommen.
Täter wollten offenbar schon öfter Busse überfallen
Die Staatsanwaltschaft wirft den fünf Männern im Alter von 38 bis 44 Jahren vor, sich zusammengeschlossen zu haben, um Reisebusse, in denen angeblich Geld, Gold oder Wertsachen transportiert werden sollen, zu überfallen. Dafür sollen sie die Insassen der Busse mit Waffen bedroht und die Busse durchsucht und Wertgegenstände an sich genommen haben. Um die Busse zu verfolgen, sollen sie GPS-Tracker angebracht haben. Vor dem Landgericht Koblenz wurde nur der konkrete Fall aus dem Februar verhandelt.