Bunte Fußgruppen, prächtig geschmückte Wagen und fantasievolle Kostüme gab es beim Narrenumzug in Heimbach-Weis (Kreis Neuwied). Er gehört mit 15.000 erwarteten Besucherinnen und Besuchern zu den größten Veilchendienstagsumzügen im Norden von Rheinland-Pfalz. Los ging's ab 13:44 Uhr.
Veilchendienstag in Heimbach-Weis - die besondere Art geweckt zu werden
Für die örtlichen Karnevalisten begann der Tag aber deutlich früher: Seit 1986 ziehen in Heimbach-Weis die Glockenmänner ab 6:11 durch die Gassen. Dabei haben sie Handglocken und eine große, die sie in einem selbst gebauten Glockenturm hinter sich herziehen. Mit dem frühen Läuten statten die Glockenmänner der karnevalistischen Prominenz des Ortes ihre Morgenbesuche ab. So kann hier niemand den großen Veilchendienstagsumzug in Heimbach-Weis verschlafen.
Aus Schnapsidee wurde Brauchtum
Bevor es die Glockenmänner gab, hatten die Heimbach-Weiser einen Trompeter, der seinen Narrendienst am Veilchendienstag ausübte und die Anwohner weckte. Als er seinen Dienst einstellte, entstand 1986 die Idee mit den Glockenmännern. Zur eigenen Stärkung starten sie traditionell schon vor 6:11 Uhr mit einer Markklößchensuppe. Das ein oder andere "flüssige Brot" soll auch immer mit dabei sein.
Verstärktes Sicherheitskonzept nach Vorfall in Mannheim
Für den Veilchendienstagsumzug am Nachmittag sind nach dem Vorfall in Mannheim die Sicherheitsauflagen noch einmal verstärkt worden. Das teilte Veranstaltungsleiter Martin Hahn dem SWR mit. Es wurden demnach mehr Straßen gesperrt, außerdem waren mehr Polizisten im Einsatz.