Wegen des Waldbrands waren am Sonntag Teile der Gemeinde Gebhardshain im Westerwald vorübergehend geräumt worden. Bewohnerinnen und Bewohner der Straße "Im Eckewieschen" mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Das betraf insgesamt 20 Familien.
Wie die Kreisverwaltung mitteilte, hatten die Einsatzkräfte den Brand schon am Sonntagabend im Griff. Das Feuer hatte sich zuvor bis auf rund 20 Meter an die ersten Häuser herangefressen. Eine weitere Ausbreitung in Richtung Wohnhäuser konnte verhindert werden. Die betroffenen Menschen durften in ihre Wohnungen und Häuser zurück.
Regen entspannte Situation am Montagmorgen
Am Montagmorgen beruhigte sich die Lage vor Ort weiter. "Durch den Regen ist es deutlich entspannter als gestern", sagt Joachim Brenner (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain. Er sei den Einsatzkräften, die die gesamte Nacht durchgearbeitet hätten, ungeheuer dankbar.
Vier Feuerwehrleute bei Waldbrand verletzt
Wie der Kreis Altenkirchen mitteilte, waren mehr als 300 Einsatzkräfte beteiligt. Landwirte halfen mit Wasserfässern, um Wasser zur Brandstelle zu bringen, hieß es. Auch zwei Hubschrauber waren im Einsatz, ein dritter wurde angefordert.
Vier Feuerwehrleute seien bei dem Einsatz verletzt worden, hieß es weiter. Einer von ihnen sei ins Krankenhaus gebracht worden.
Betroffenes Waldgebiet bei Gebhardshain brennt kontrolliert ab
Die vom Brand betroffene Fläche beträgt rund zehn Hektar. Das Waldgebiet, in dem das Feuer am Sonntagabend noch kontrolliert brannte, werde aufgegeben, hieß es von Seiten des Landkreises.
Die Feuerwehrleute hatten sich vor allem darauf konzentriert, die nahe gelegene Westerwald-Schule sowie umliegende Gebäude zu schützen. In der Westerwald-Schule fand am Montag kein Unterricht statt, weil die Räume zu sehr verraucht waren. Die Schule ist nach Angaben der Verbandsgemeinde seit Dienstag aber wieder geöffnet.