Angst vor Krankenhausreform

Stadtrat Frankenthal kämpft mit Resolution um Stadtklinik

In Frankenthal formiert sich Widerstand gegen mögliche Einschnitte bei der Stadtklinik Frankenthal durch die Krankenhausreform. Der Stadtrat hat eine Resolutíon verabschiedet.

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Von Autor/in Irmgard Reißinger

Der Frankenthaler Stadtrat setzt sich mit seiner am Dienstagabend einstimmig verabschiedeten Resolution für eine starke Stadtklinik ein. Denn: das Krankenhaus ist bisher von Frankenthalern und Menschen aus dem angrenzenden Rhein-Pfalz-Kreis verlässlich und schnell zu erreichen, heißt es im Stadtrat. So soll es aus Sicht der Ratsmitglieder auch bleiben.

Nach Gesprächen des Oberbürgermeisters mit dem Gesundheitsministerium befürchtet die Stadt aber, dass durch die Krankenhausreform des Landes wichtige Klinik-Bereiche wie Notaufnahme, Intensivstation und Chirurgie in ein paar Jahren geschlossen werden müssen.

Die Stadtklinik Frankenthal. Der Stadtrat ist gegen Einschnitte durch die Krankenhausreform.
Die Stadtklinik Frankenthal. Erst im April 2026 wurde dort feierlich ein neuer Anbau eingeweiht. Pressestelle Stadt Frankenthal, Stefan Weindel

Oberbürgermeister erhielt "Empfehlung" aus dem Gesundheitsministerium

Das Land habe für die Stadtklinik Frankenthal den Status als abgestufte "Regioklinik" empfohlen, so Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG). Vieles sei aber noch unklar. "Wir werden für leistungsfähige Strukturen in Frankenthal kämpfen“, erklärte der Oberbürgermeister. In der Zentralen Notaufnahme der Stadtklinik würden im Jahr 20.000 Patienten behandelt, in der Intensivstation seien es 10.000.

Stadtrat Frankenthal: Angst vor schlechter medizinischer Versorgung

Ratsmitglieder sagten, solche drohenden Einschnitte erzeugten Angst, zerstörten das Vertrauen der Menschen und sorgten für Unsicherheit. Der Fraktionsvorsitzende der CDU in Frankenthal, Martin Schuff: "Das könnte heißen, dass es dann nicht mehr 300 Betten, sondern nur noch 50 Betten geben wird“.

Die fast 800 Beschäftigten der Stadtklinik Frankenthal waren am Dienstagnachmittag über die möglichen Folgen der Krankenhausreform informiert worden. Der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtklinik Frankenthal, Andor Todt, äußerte sich optimistisch, dass es schon nicht so weit kommen werde: "Ich bin zuversichtlich, dass nicht alles zusammengestrichen wird, nach Investitionen in Höhe von 68 Millionen Euro in den vergangenen 15 Jahren", so Todt.

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Irmgard Reißinger

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