Sie standen auf Paletten und Autoreifen, mitten im Naturschutzgebiet, auf gemähtem Rasen: 42 Bienenstöcke hatte ein Imker-Paar illegal im Naturschutzgebiet Rüstergewann im Landkreis Bad Dürkheim aufgestellt. Und einige weitere in anderen Gebieten im Landkreis.
Nun hat sich bei Untersuchungen herausgestellt: Mindestens vier der insgesamt 263 Bienenstöcke des Imker-Paares seien verseucht. Das teilte der Landkreis Bad Dürkheim in einer Pressemitteilung mit.
Bienenseuche im Kreis Bad Dürkheim für Menschen ungefährlich
Die betroffenen Bienenstöcke sind mit der amerikanischen Faulbrut verseucht. Die Seuche betrifft ausschließlich Honigbienen und ist für Menschen ungefährlich. Der Erreger tötet infizierte Larven und kann im schlimmsten Fall zum Tod des ganzen Bienenvolkes führen. Den Ausbruch hat das Fachzentrum Bienen und Imkerei des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum bestätigt.
Verantwortliche mittlerweile gefunden Illegal aufgestellte Bienenstöcke in Bad Dürkheim
Im Kreis Bad Dürkheim hat ein junges Paar in Naturschutzgebieten illegal zahlreiche Bienenstöcke aufgestellt. Warum das zu einem echten Problem für die Natur werden kann.
Der Kreis Bad Dürkheim hat Sperrzonen um die Standorte der betroffenen Bienenvölker errichtet. Andere Imker aus der Region sollen sich beim Veterinäramt melden, so der Landkreis.
Landrat bittet um Verständnis für die Maßnahmen
"Dass hier das fahrlässige Verhalten eines Einzelnen nun viele Imker mitbetrifft, die sich umsichtig und zum Wohl ihrer Bienen an Regelungen halten, ist sehr bedauerlich", sagt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld zu den Vorfällen.
Imker einigen sich mit Grundstückspächter Illegal aufgestellte Bienenstöcke in Bad Dürkheim bald alle weg
Die 126 Bienenstöcke, die vor einigen Wochen ungenehmigt in zwei Schutzgebieten in Bad Dürkheim aufgestellt wurden, sollen bald alle abgeholt werden. Das Imker-Paar muss aber weiter mit einer Geldstrafe rechnen.
Er bittet Betroffene um Verständnis, dass bei derartigen Ausbrüchen aus Gründen des Tierseuchenschutzes rigoros nach den Vorschriften agiert werden müsse, um eine weitere Verbreitung zu vermeiden. Wegen seiner illegal aufgestellten Bienenstöcke drohen dem Imker-Paar zwei Bußgeldverfahren, teilte der Landkreis mit.