Ein historisches Bauwerk muss für eine Straße weichen, die einen historischen Namen tragen wird: Der sogenannte Würfelbunker in Ludwigshafen muss weg, damit Platz ist für die neue, ebenerdige Helmut-Kohl-Allee. Diese soll in ein paar Jahren die Hochstraße Nord ersetzen, die marode ist und deshalb abgerissen wird.
Leichter gesagt als getan: Der siebenstöckige Würfelbunker gehört zu den sogenannten "Reichsbahnbunkern" - gebaut um Menschen Schutz bei Bombenangriffen zu bieten. Und gegen den Abriss wird sich der Betonklotz wohl mit Wänden und Fundamenten wehren. Die Stadt Ludwigshafen will nach eigenen Angaben Anfang April beginnen. Sie geht davon aus, dass es bis Ende des Jahres dauern kann, den Bunker dem Erdboden gleichzumachen.
"Abrisstechnik" nach Angaben der Stadt noch unklar
"Um den Bunker abzureißen gibt es unterschiedliche Techniken, welche davon die beauftragte Firma anwendet, bleibt ihr überlassen und ist noch nicht festgelegt", teilte ein Sprecher der Stadt auf SWR-Anfrage mit.
Verkehr wird beim Bunker-Abriss besondere Herausforderung
Ein weiteres Problem: Es müssten diverse Rahmenbedingungen eingehalten werden wie beispielsweise Lärmschutz und Vermeidung von Staubentwicklung. Und es gibt laut Stadtsprecher auch weitere "besondere Herausforderungen." Und zwar für den Verkehr.
"Aufgrund der engen Platzverhältnisse rund um den Bunker und die Nebengebäude und der Tatsache, dass sich der Bunker in unmittelbarer Nähe zur Auffahrt auf die Hochstraße Nord befindet, müssen vor Beginn der Abrissarbeiten Vorarbeiten durchgeführt werden - so etwa die Sperrung der Auffahrtsrampe auf die Hochstraße Nord in Richtung Bad Dürkheim oder die Sperrung des rechten Fahrstreifens der Rheinuferstraße", teilte der Sprecher der Stadt dem SWR mit.
Weitere Infos sollen folgen, so der Stadtsprecher. Klar ist: Der Abriss wird eine schwere Aufgabe. Aber danach ist dann der Weg frei für eine Straße, die einen geschichtsträchtigen Namen tragen wird und dessen Träger auch etwas Gewaltiges hatte: Helmut Kohl.