Autofahrerinnen und Autofahrer, die regelmäßig von Ludwigshafen nach Mannheim fahren, müssen sich seit dem 1. August eine Alternative zur Kurt-Schumacher-Brücke suchen. Denn die Brücke steht nicht mehr zur Verfügung. Sie wurde bis dahin von sehr vielen Verkehrsteilnehmern genutzt: "Wir haben es hier mit dem wahrscheinlich massivsten Eingriff in den Verkehr der Region überhaupt zu tun", erklärte Ludwigshafens Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU).
Wie kommt man mit dem Auto nach Mannheim?
Diejenigen, die aus Bad Dürkheim kommen, können noch bis zur Abfahrt Heinigstraße und müssen dann durch Ludwigshafen und über die Konrad-Adenauer-Brücke nach Mannheim fahren.
Eine weitere Möglichkeit ist, über die neu sanierte Hochstraße Süd und dann über die Konrad-Adenauer-Brücke zu fahren. Zurzeit müssen Autofahrer an einer Stelle noch von der Pylonbrücke abfahren, können dann aber wieder direkt auf die Hochstraße Süd auffahren. Spätestens ab Mitte September soll man dann auf der Hochstraße direkt nach Mannheim durchfahren können. Die Stadt empfiehlt auch, großflächig auf die B9, A61 und A6 auszuweichen.
Sanierung zieht sich hin Ludwigshafen: Hochstraße Süd erst Mitte September fertig
Nach der feierlichen Eröffnung Anfang Juli ist die Hochstraße Süd wohl erst Mitte September durchgängig befahrbar. Das hat die Stadt Ludwigshafen auf Anfrage mitgeteilt.
Ab Mittwoch: Keine Zufahrt von Mannheim auf die Kurt-Schumacher-Brücke
Ab dem 5. August sind dann auch alle betroffen, die von Mannheim nach Ludwigshafen wollen. Alle vier Zufahrten zur Kurt-Schumacher-Brücke werden nach Angaben der Stadt Mannheim gesperrt. Die Brücke ist marode und muss saniert werden, während der Rest der Hochstraße abgerissen wird. An Stelle der alten Hochstraße soll die Helmut-Kohl-Allee gebaut werden, eine ebenerdige Stadtstraße.
Pläne rund um künftige Helmut-Kohl-Allee vorgestellt Abriss der Hochstraße Nord: So sollen die neuen Stadtviertel in Ludwigshafen aussehen
Die Stadt Ludwigshafen hat ihre Pläne zu den neuen Stadtvierteln rund um die geplante Helmut-Kohl-Allee vorgestellt. Sie sollen nach dem Abriss der Hochstraße Nord entstehen.
So sieht die Verkehrsführung während der Abrissarbeiten aus
Mit den Abrissarbeiten gehen aber noch weitere Änderungen in der Verkehrsführung einher. Ursprünglich hatte die Stadt angekündigt, dass es eine Verbindungsspange zwischen der Hochstraße Nord und den nördlichen Stadtteilen geben wird und dass die Abfahrtsrampe von der Kurt-Schumacher-Brücke in Richtung Oppau für den Kfz-Verkehr freigegeben wird. Aber daraus wird nichts.
Die Stadt Ludwigshafen hat am Donnerstag mitgeteilt, dass es um den Nordbrückenkopf schlechter steht als gedacht. Das haben technische Untersuchungen ergeben. Die Konsequenz: Der Fahrzeugverkehr wird aus Sicherheitsgründen komplett eingestellt, um Last von der Brücke zu nehmen.
Die Städte Ludwigshafen und Mannheim haben Absperrungen aufgebaut und im ersten Schritt innerstädtisch Umleitungen eingerichtet. Die Stadt Ludwigshafen informiert auch online über die Sperrungen.
Wie der Ludwigshafener Baudezernent Alexander Thewalt mitteilte, wird auch an der Entlastungsstrecke L523 im Norden gearbeitet. Am 10. August soll sie freigegeben werden.
Rheinuferstraße soll befahrbar bleiben
Die Verbindung von Süden nach Norden über die Rheinuferstraße soll bleiben, weil die Trasse nicht über Bauwerke geführt wird. Der Bereich unter der Hochstraße Nord bleibt offen, ebenso die Zufahrt zum Anlieferbereich der Rhein-Galerie.
Aus Richtung Norden ist die Rheinuferstraße vor dem Hemshoftunnel gesperrt. Damit eine Nord-Süd-Verbindung möglich ist, soll bis Mitte September eine provisorische Streckenführung eingerichtet werden.
Bürgerinnen und Bürger, die von Ludwigshafen nach Mannheim müssen, und nicht auf ein Auto angewiesen sind, sollen auf Busse oder Straßenbahnen ausweichen. Fußgänger und Radfahrer können die Kurt-Schumacher-Brücke weiterhin nutzen.