Lautlos und abgasfrei rollen die blauen Busse durch Speyers Straßen. Nach sieben Wochen Einsatz auf den Linien 561 bis 569 ziehen die Stadtverwaltung und das Busunternehmen DB Regio Bus Mitte GmbH eine positive Bilanz. Ein Bus ist liegengeblieben und musste abgeschleppt werden und bei einigen Fahrzeugen funktionierten zunächst die Zielanzeigen nicht. Sonst hat alles geklappt.
Busfahrer, Fahrgäste und Anwohner sind zufrieden
"Die Busfahrer sind zufrieden, außerdem die Fahrgäste und die Anwohner in den Wohngebieten", bilanziert Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD). "Die Umstellung hat sich gelohnt." Speyer sei stolz, mit als erste Stadt in Deutschland nur noch E-Busse auf den Stadtlinien einzusetzen.
Keine Zuschüsse: Speyer musste alles selbst zahlen
Dabei hatten sich Stadtverwaltung und Stadtrat schwer getan mit der Entscheidung, alle neun innerstädtischen Linien auf einen Schlag auf E-Busbetrieb umzustellen. Denn der Bund hat keinen einzigen Cent Zuschuss gezahlt. Die Stadt musste den Ladepark für die Busse komplett aus eigener Kasse zahlen - immerhin 6,2 Millionen Euro.
"Doch der Klimaschutz war es uns wert", sagt die Oberbürgermeisterin und dankt dem Speyerer Stadtrat, dass er diese Entscheidung mitgetragen hat. Stefanie Seiler appelliert an den Bund, diese Förderpraxis zu überdenken und andere Städte, die ebenfalls ihren Busbetrieb auf E-Antrieb umstellen wollen, künftig finanziell zu unterstützen.
Busse halten mit einer Stromladung elf Stunden durch
Die Busse hat die DB Regio Bus Mitte GmbH gekauft, die im Auftrag der Stadtwerke Speyer die Linien 561 bis 569 betreibt. Die Busse wurden von der Firma MAN in Salzgitter und in Polen gebaut. Die Fahrzeuge vom Typ Lion´s City 12 E können voll aufgeladen rund elf Stunden im Linienverkehr fahren. Dann müssen sie zurück an die Ladesäulen, wo sie mit regionalem Ökostrom geladen werden.
Mehr Lebensqualität in Speyer dank der E-Busse
Die Lebensqualität in Speyer ist dank der 29 blauen Busse gestiegen, meint Oberbürgermeisterin Seiler. Das werde man vor allem in der warmen Jahreszeit merken, wenn die Menschen draußen in den Cafés der Maximilianstraße oder daheim in ihren Gärten sitzen. Belästigungen durch lärmende Busse, die Dieselschwaden ausstoßen, wird es dann nicht mehr geben.