Wer von der BASF in Richtung B9 fährt sieht ein 50er Schild. Darunter die Begründung: Straßenschäden.
Drei Tage Kontrolle: Fast 2.500 Strafen und 237 Führerscheine weg
Das Schild dürften einige gesehen haben, nur daran gehalten haben sich offenbar ganz viele nicht. Die Polizei hat zunächst an zwei Tagen mobile Radarkontrollen aufgestellt. Insgesamt gab es 186 Fahrverbote. Dabei ist es nicht geblieben, denn die Polizei blitzt erneut: Diesmal waren fast 800 Menschen zu schnell und 51 bekommen ein Fahrverbot. Das bedeutet konkret, dass fast 2.500 Menschen ein Bußgeld zahlen müssen.
Schutz vor der kaputter Fahrbahn?
Auf den ersten Blick sieht die Fahrbahn durchschnittlich aus. Einige Flicken sind zu erkennen – nicht ungewöhnlich auf den Straßen in Ludwigshafen, wie auch einige Fahrerinnen und Fahrer sagen.
Dann muss halt die Stadt mal die Löcher zumachen.
Bei genauer Betrachtung der Fahrbahn fallen dann die tieferen Löcher auf. Die Straße ist in keinem guten Zustand. Das sehen auch einige Menschen so, die wir gefragt haben. Eine Autofahrerin sagt: "Sie ist schon kaputt, aber man könnte 70 km/h machen".
Auf SWR-Anfrage teilt die Stadt Ludwigshafen mit, dass wegen der Nässe und dem Frost über den Winter einige tiefe Schlaglöcher entstanden sind. Die großen Straßenschäden wurden von der Stadt repariert und, um neuen Schlaglöchern vorzubeugen, die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h reduziert.
Wer entscheidet welche Geschwindigkeit gefahren werden darf? Und wer bekommt das Geld?
Die Stadt Ludwigshafen hat sich mit dem Polizeipräsidium Rheinpfalz beraten, wie ein Polizeisprecher bestätigt. Die finale Entscheidung, dass hier nur noch 50 km/h gefahren werden dürfen, hat die Stadt getroffen. Die Geschwindigkeitskontrollen führt die Polizei durch.
Die Stadt Ludwigshafen wird von den Bußgeldern nichts bekommen. Die betroffene Stelle ist an der L523 nach dem Ortsschild und damit außerorts. Das Geld bekommt dann das Land Rheinland-Pfalz.
Wann wird die Straße repariert?
Die Stadt Ludwigshafen teilt dem SWR mit, dass aktuell eine großflächige Reparatur vorbereitet wird. Im Juli, während den Sommerferien, sollen die Arbeiten an der Straße erfolgen.
Bis dahin wird die Geschwindigkeitsbegrenzung bleiben und auch die Polizei kündigt weitere Radarkontrollen an dem Streckenabschnitt an.