Obwohl sich der Abriss des Rathausturms in Ludwigshafen um mehrere Wochen verschiebt, wirkt Projektleiter Klaus Möller beim Treffen direkt an der Baustelle total entspannt und gelassen. Und dafür gibt es einen Grund, sagt Möller. Denn der Plan für den Abriss des gesamten Rathaus-Centers, den haben die Krähen nicht durcheinander gebracht, versichert er: "Wir haben jetzt andere Bauarbeiten vorgezogen".
Das heißt: Zurzeit werden andere Gebäudeteile rund um den rund 70 Meter hohen Turm platt gemacht - oder sie sind es schon. Etwa zehn große Bagger sind an diesem Mittwoch im Einsatz. Auch auf die geplanten Gesamtkosten hat das Krähen-Nest keinen Einfluss, versichert der Projektleiter.
Wir werden die 80 Millionen Euro nicht in voller Höhe brauchen, Stand heute.
Es bleibe bei den 80 Millionen Euro, sagt Möller. Und er fügt an: "Wir werden dieses Geld nicht in voller Höhe brauchen, Stand heute."
Nest in Baustellenaufzug Krähen verzögern den Abriss des Rathausturms in Ludwigshafen
Der Abriss des Rathaus-Turms in Ludwigshafen, von dem nur noch ein Gerippe steht, verzögert sich aus einem ungewöhnlichen Grund: Es nisten dort Krähen.
Die Krähen haben sich im Träger eines Außenaufzugs eingenistet - in der elften Etage. Und diesen Aufzug wollten Klaus Möller und seine Leute eigentlich abbauen, damit sie ein Gerüst aufstellen können, das für den Abriss des Turms benötigt wird.
Krähen-Nest verzögert Abriss von Rathausturm in Ludwigshafen
Zunächst waren es drei Küken - jetzt ist noch eines im Nest, sagt Möller: "Wir hoffen, dass das Küken bis Ende Juli dann flügge wird und das Nest verlässt." Ob es sich bei den Vögeln um Saatkrähen oder Rabenkrähen handelt, das könne er nicht sagen.
Sobald die letzte kleine Krähe ihr Nest verlassen hat, wird es mit den Vorbereitungen für den Abriss des Turmes losgehen.
Abriss des Rathausturms in Ludwigshafen soll im September beginnen
Der Turm soll dann im September mit zwei kleinen Baggern von oben abgeknabbert werden. Pro Etage werde das zwei Wochen dauern, schätzt Möller. Ab dem 9. Stock geht es dem Turm dann mit Baggern ans Gerippe. Bis zum Jahresende soll dann von dem Turm nicht mehr viel übrig sein. Und Möller ergänzt: "Großes Ziel ist es, dass wir im Juli 26 wirklich sagen, wir sind fertig, weil auch die Hochstraße hinten schon ansteht und an die Tür klopft und sagt, ihr müsst fertig werden."
Denn danach geht es dann weiter mit dem Abriss der Hochstraße Nord. Damit hat Klaus Möller dann aber nichts mehr am Bauhelm.