Im Fokus steht die Frage, wie sich Bäume in einer Stadt unter schwierigen Bedingungen entwickeln. Das Projekt wird von der Fachhochschule Erfurt wissenschaftlich begleitet. Die Hochschule untersucht dabei, wie sich vor allem schnellwachsende Baumarten mit begrenzter Lebensdauer auf das Klima einer Stadt auswirken. Die Bäume sollen auch an schwierigen und engen Standorten gedeihen.
Bäume haben es in der Stadt schwer
In Ludwigshafen wurden nach Angaben eines Sprechers der Stadt in den vergangenen zwei Wochen 28 Bäume gepflanzt. Verantwortlich ist der Bereich Grünflächen und Friedhöfe bei den Wirtschaftsbetrieben Ludwigshafen (WBL). In einer Stadt wie Ludwigshafen sind die Wachstumsbedingungen für Bäume oft schlecht: Der Platz, den Bäume benötigen ist oft zu eng: Diese Baumscheiben bieten häufig nur zwei bis vier Quadratmeter Platz. Leitungen im Boden erschweren außerdem das Wachstum.
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Mehr Grün in Zeiten des Klimawandels
Im Zuge des Klimawandels ist es nach Angaben der Stadt dennoch das Ziel, für mehr Grün und damit für mehr Schatten und Kühlung in Ludwigshafen zu sorgen. Die Bäume sollen die Aufenthaltsqualität spürbar verbessern.
Gepflanzt wurden Birkenpappeln, Zürgelbäume, Flatterulmen und Blauglockenbäume. Die Standorte liegen unter anderem am Hohen Weg und am Brüsseler Ring.
Bäume werden auf Belastbarkeit getestet
Die Bäume wurden meist ohne Bodenaufbereitung gepflanzt. Einmal pro Woche werden die jungen Bäume bewässert und sie werden nicht gedüngt. Die Wissenschaftler beobachten bis zu 20 Jahre lang das Wachstum. In regelmäßigen Abständen wird die Höhe und der Stammumfang gemessen. Die Ergebnisse aus dem Projekt sollen helfen, Städte künftig besser und nachhaltiger zu begrünen.
Langfristig erhofft sich Ludwigshafen daraus wichtige Impulse für die Stadtplanung – und neue
Wege, um auch in dicht bebauten Bereichen mehr Grün zu schaffen.