Mädchen erschossen, Mann mit Blut überströmt

Diese Fake News nach der Amokfahrt in Mannheim gab es

Nach der Amokfahrt eines Autofahrers am Montag in Mannheim waren viele Falschnachrichten im Umlauf - auch in Ludwigshafen. Die Polizei warnt davor, die zu verbreiten.

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Von Autor/in Ulrike Brandt, Panja Schollbach

Drei Mädchen in der Rhein-Galerie erschossen, ein bewaffneter Mann auf dem Rathaus-Center und ein Schusswechsel in der Stadt - solche Falschmeldungen waren direkt nach der Amokfahrt in Mannheim im benachbarten Ludwigshafen im Umlauf. Vor allem in den Sozialen Netzwerken.

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Unsicherheit in der Bevölkerung kann zu Falschmeldungen führen

Damit nicht genug: Der Polizei wurde zum Beispiel auch ein blutüberströmter Mann gemeldet, der von Mannheim nach Ludwigshafen unterwegs sei. Mit Hilfe eines Zeugen wurde der Mann gefunden und kontrolliert. Blutüberströmt aber sei er nicht gewesen, sagt die Polizei.

Die Verbreitung von Falschnachrichten wird immer wieder in Zusammenhang mit Großeinsatzlagen beobachtet.

Taten wie von Alexander S. in Mannheim, bei der zwei Menschen starben und weitere zum Teil schwer verletzt wurden, können ein "hohes Unsicherheitsgefühl" auslösen, schreibt das Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen dem SWR auf Anfrage. In diesem Zusammenhang würden auch Falschnachrichten auftauchen, wenn zum Beispiel "Situationen falsch interpretiert werden und so zu falschen Meldungen führen."

Fake News werden aber auch bewusst verbreitet

Falsche Nachrichten, also Fake News oder Desinformationen, werden laut Polizei aber auch bewusst verbreitet. Zum Beispiel, um in den Sozialen Netzwerken mehr Follower zu bekommen oder auch "aus Spaß", schreibt die Polizei in Ludwigshafen. Doch das kann handfeste Auswirkungen haben: Kommt es durch das bewusste Verbreiten von falschen Nachrichten zu einem Polizeieinsatz, können die Kosten für den Polizeieinsatz in Rechnung gestellt werden. Oder es gebe eine Strafanzeige:

In manchen Fällen können Falschnachrichten auch strafbar sein, wenn z.B. eine Person falsch verdächtigt oder wenn eine falsche Anzeige bei der Polizei erstattet wird.

Die Polizei schaut bei großen Einsätzen aktiv hin, betreibt nach eigener Aussage "ein Monitoring der bekannten Sozialen Medien und Medien". Sie gibt auch eigene Meldungen raus, um klarzustellen, dass Falschmeldungen im Umlauf sind.

Polizei: Bitte nur sichere Infos teilen

Ob aus Unsicherheit oder Absicht: Wer Falschmeldungen oder Fake News verbreite, trage zur Desinformation und Verunsicherung der Bevölkerung teil. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen bittet daher, sich nur bei seriösen Quellen und Medien zu informieren und auch nur sichere Informationen zu teilen.

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