Das neue Wolfspräventionsgebiet reicht von Schifferstadt im Norden bis Wörth im Süden. Es deckt also auch die Verbandsgemeinden Offenbach und Bellheim ab. Dort war der junge Wolf mit dem Namen "GW4962m" in den vergangenen vier Monaten in Fotofallen getappt oder hatte seinen Kot hinterlassen. Der bisher letzte Nachweis ist vom 24. Oktober aus dem Bellheimer Wald (Kreis Germersheim).
Ab jetzt gibt es Geld für Herdenschutz
Für Nutztierhalter heißt das, dass sie ab sofort Zuschüsse beantragen können, um ihre Tiere vorm Wolf zu schützen. Zum Beispiel mit Elektrozäunen oder Herdenschutzhunden. Die Anträge laufen über das „Koordinationszentrum Luchs und Wolf“ (KLUWO) in Trippstadt. Dort gibt es auch Infos, wie man seine Schafe, Ziegen, Pferde oder Alpakas am besten schützen kann. Bald soll es auch eine erste Infoveranstaltung zum Antragsverfahren geben.
Schaf- und Ziegenbesitzer haben Angst Südpfalz: Wolf gesichtet - aber bleibt er auch?
An mehreren Orten in der Südpfalz ist ein Wolf gesichtet worden, zuletzt in der Verbandsgemeinde Offenbach. Schaf- und Ziegenhalter sind besorgt.
Schutzgebiet gilt erstmal nur für ein Jahr
Aber es gibt ein "aber": das Wolfpräventionsgebiet gilt erst einmal nur für ein Jahr. Das zuständige Ministerium zweifelt daran, dass sich der Wolf länger in der Südpfalz festsetzt: "Die Ausweisung erfolgt temporär, da GW4962m ein junges Tier ist und aufgrund der örtlichen Gegebenheiten derzeit nicht davon ausgegangen wird, dass er dort eine Wölfin findet, mit der ein Rudel gegründet werden kann." Sobald die Paarungszeit im Februar beginnt, könne es sein, dass der Wolf weiterziehe.
Mit Hilfe von Kotproben hatte das Kluwo herausgefunden, von wo der Wolfsrüde herkommt. Er stammt aus einem belgischen Rudel, das in der Hohen Venn seine Heimat hat.
Das Wolfspräventionsgebiet in der Pfalz ist das fünfte in Rheinland-Pfalz. Es gibt bereits welche im Westerwald, in der Westeifel, im Taunus und westlichen Hunsrück. Welche Orte und Flächen genau dazugehören, hat das KLUWO hier aufgelistet.