Nach SWR-Bericht

Hunderte überfahrene Feuersalamander: Jetzt reagieren Kreis und Polizei

Nach dem Bericht über Autofahrer, die trotz Sperrung zur Krötenwanderung hunderte Feuersalamander und Kröten auf einer Kreisstraße zwischen Wachenheim und Lindenberg überfahren, prüft jetzt der Kreis die Sperrung zu verschärfen. Auch die Polizei ermittelt.

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Stand

Von Autor/in Sebastian Barth

Die Kriminalpolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz eingeleitet. Die Ermittlungen richten sich gegen Autofahrer, die die nächtliche Sperrung im Kreis Bad Dürkheim zwischen Wachenheim und Lindenberg missachtet haben. Laut einem Polizeisprecher könnten sich wohl einzelne Autofahrer möglicherweise demnächst dafür verantworten. Denn Naturschützer hatten sich bei ihren Begehungen Auto-Kennzeichen notiert.

Autofahrer hatten die Naturschützer bei deren Kontrollgängen angepöbelt. Außerdem behaupteten manche, Jäger zu sein und eine Sondergenehmigung zum Durchfahren zu haben. Laut Kreisverwaltung hatte aber kein einziger Jäger dieses Jahr die erforderliche Genehmigung beantragt.

Hunderte Feuersalamander zwischen Wachenheim und Lindenberg totgefahren

Feuersalamander und andere Amphibien bewegen sich im Frühjahr von ihren Winterquartieren zu ihren Laichgewässer im nahegelegenen Bach, um sich dort fortzupflanzen. Dafür überqueren sie die K16 zwischen Wachenheim und Lindenberg. Während der Amphibienwanderung ist die Strecke deshalb in der Nacht gesperrt. Doch Naturschützer beklagen, dass Autofahrer immer wieder die Sperrung ignorieren und hunderte Feuersalamander überfahren.

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Naturschützer hatten gefordert, automatisierte Schranken an beiden Enden der Strecke aufzustellen. Die Kreisverwaltung zeigte sich offen. Es müsse allerdings sichergestellt werden, dass sich niemand dort aufhält, wenn die Schranken zugehen. Auch Rettungskräfte und Polizei müssten durchfahren können, sagte ein Kreissprecher. Wenn sich das technisch umsetzen lasse, könnten die Schranken eine Möglichkeit für die kommende Krötenwanderung 2027 sein.

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Sebastian Barth
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Pascal Lasserre
SWR-Autor Pascal Lasserre

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