Als Symbol für ihren Protest ließen die Schülerinnen und Schüler am Montagvormittag in Annweiler (Kreis Südliche Weinstraße) einen Wetterballon in die Höhe steigen. Der Ballon stieg rund 40 Kilometer in den Himmel. Daran befestigt waren Wünsche und Botschaften der Kinder und Jugendlichen.
Trifels-Gymnasium: Schulgemeinschaft fürchtet um Zukunft
Hintergrund ist die ungewisse Zukunft des evangelischen Gymnasiums. Die Evangelische Kirche der Pfalz ist Schulträger und muss Geld sparen, unter anderem wegen sinkender Mitgliederzahlen.
Die Kirchenleitung diskutiert deshalb schon seit längerem, das Trifels-Gymnasium in Annweiler an den Staat abzugeben. Nach Angaben der Schulleitung wurden in den vergangenen Monaten allerdings zusätzliche Zuschüsse zugesagt und Kosten gesenkt.
Landessynode in Speyer entscheidet über Zukunft der Schule
Die Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz entscheidet kommende Woche, wie es mit der Schule weitergeht. Die Synode hatte bereits im Mai 2025 in Speyer diskutiert, ob das Gymnasium in staatliche Trägerschaft übergehen soll.
Damals hieß es, dass die Kirche versuchen werde, innerhalb eines Jahres Sponsoren für die Schule zu finden. Falls das nicht gelänge, werde die Schule im August 2026 in staatliche Trägerschaft übergehen.
Evangelische Kirche überlegt Trägerschaft abzugeben Schüler demonstrieren für Erhalt des Trifels-Gymnasiums in Annweiler
Die Schulgemeinschaft des Evangelischen Trifels-Gymnasiums in Annweiler ist am Mittwoch auf die Straße gegangen. Sie wollen, dass die Schule in der Trägerschaft der evangelischen Kirche bleibt.
Trifels-Gymnasium Annweiler: Fahrrad-Demo im letzten Jahr
Das einzige evangelische Gymnasium in der Pfalz hatte vor rund einem Jahr auch schon mal eine Demo für den Erhalt der Schule organisiert. Damals waren rund 250 Schulkinder, Lehrkräfte und Eltern von Annweiler nach Speyer geradelt. Dort hatten sie Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst etwa 3.000 Unterschriften und Postkarten für den Erhalt des Trifels-Gymnasiums überreicht.
Das Gymnasium wird von etwa 700 Schülerinnen und Schülern besucht und soll pro Jahr mehr als zwei Millionen Euro kosten.