Der Brand an Ostersonntag ist laut Angaben der Stadtverwaltung Ludwigshafen nicht der Auslöser für die Videoüberwachung. Es sei vielmehr die Summe der Vorfälle der vergangenen Zeit, die sie nötig machen. Deshalb soll nun eine "datenschutzkonforme Videoüberwachung" installiert werden.
Videoüberwachung gebe es bereits an der Ernst-Reuter-Grundschule. "Damit soll das Gelände außerhalb der Unterrichtszeiten zuverlässig gesichert werden", hieß es in der Mitteilung.
Wo und wie viele Kameras installiert werden, wollte die Stadtverwaltung nicht mitteilen, da sie befürchtet, die Kameras würden dann schnell demoliert oder geklaut werden.
Videoüberwachung auch an anderen Ludwigshafener Schulen?
Hintergrund sind laut Stadt mehrere Vorfälle von Vandalismus und Einbrüchen an der Realschule plus. Lehrkräfte, Schüler und Eltern seien dadurch stark belastet. Die Verwaltung überlegt außerdem, an welchen weiteren Schulen in der Stadt eine Videoüberwachung sinnvoll und umsetzbar wäre.
Brandstiftung an Ernst-Reuter-Realschule plus?
"Wir sprechen hier nicht von Lappalien, sondern, wie bei der Brandstiftung vor wenigen Tagen, von schweren Straftaten", so Schuldezernent Lars Pletscher in der Mitteilung der Stadt.
Bei dem Brand am Sonntag hatte ein Anwohner gegen 22:15 Uhr die Einsatzkräfte alarmiert. Ein Vordach im Eingangsbereich stand laut Polizei in Flammen, Fenster zersprangen. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. Dennoch entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 80.000 Euro. Verletzt wurde niemand.
Kriminalpolizei geht Hinweisen auf Brandstiftung nach
Da es Hinweise auf Brandstiftung gibt, ermittelt die Kriminalpolizei. Um welche Hinweise es sich konkret handelt, wollte ein Polizeisprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
Ernst-Reuter-Realschule: Zweiter Vorfall in drei Monaten
Bereits vor drei Monaten hatten Unbekannte die Schulmensa in der Schule in Ludwigshafen-Gartenstadt verwüstet und dort Feuer gelegt. Dabei wurde die Kücheneinrichtung beschädigt, außerdem wurden Nahrungsmittel gestohlen. Der Schaden lag damals bei 4.000 Euro.