Das Verbrechen war laut Staatsanwaltschaft genau geplant: Der Hauptangeklagte soll seinen Komplizen aufgefordert haben, das Auto des Mannes mit Heizöl oder Diesel in Brand zu setzen. Im Juni 2025 gingen dann gleich zwei Autos vor einem Wohnhaus in Ober-Olm in Flammen auf.
Autos angezündet - Feuer greift auf Wohnhaus über
Laut Anklage konnte die Feuerwehr gerade noch verhindern, dass die Flammen komplett auf das Wohnhaus übergriffen. Die Fassade wurde allerdings zerstört. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Allein an den Autos entstand aber ein Schaden von mehr als 200.000 Euro.
Hoher Sachschaden Teure Autos vor Mehrfamilienhaus in Ober-Olm ausgebrannt
In der Nacht auf Donnerstag kam es in Ober-Olm zu einem Brand. Dabei wurden zwei Autos vollständig zerstört. Das Feuer griff auch auf ein Mehrfamilienhaus über.
Drohungen per WhatsApp: Geld gegen Sicherheit
Nachdem das Feuer gelöscht war, begann laut Anklage der zweite Teil des kriminellen Plans. Der 25-Jährige soll seinem Opfer per WhatsApp anonym ein Video der brennenden Autos geschickt und ihn bedroht haben.
Laut Staatsanwaltschaft schrieb der Hauptangeklagte, der Fahrlehrer habe vor einem Monat seine Kinder über den Tisch gezogen. Er forderte 100.000 Euro - als Strafe. Sollte der Fahrlehrer die Polizei einschalten, hieß es in der Nachricht demnach weiter, sollten alle Geschäfte des Fahrlehrers in die Luft gesprengt werden.
Doch statt das Geld wie gefordert zu übergeben, schaltete das Opfer die Polizei ein.
Geldübergabe nach Erpressung: Falle schnappt zu
Für die vermeintliche Geldübergabe hatte der Angeklagte einen weiteren Komplizen engagiert. Dieser traf jedoch nicht auf das Opfer, sondern auf einen verdeckten Ermittler der Polizei und wurde festgenommen.
Der Hauptbeschuldigte fiel der Polizei auf, weil er nach der gescheiterten Geldübergabe immer wieder langsam an dem Platz der geplanten Übergabe vorbeigefahren sei. Die Polizei habe daraufhin auch ihn festgenommen.
Angeklagter gesteht, aber stellt sich selbst als Opfer dar
Seitdem sitzt der 25-jährige Hauptbeschuldigte in Untersuchungshaft - wegen Anstiftung zur besonders schweren Brandstiftung sowie versuchter räuberischer Erpressung.
Vor Gericht gab er jetzt zu, dass er an der Tat beteiligt war. Er und seine Familie seien aber selbst von Schutzgelderpressern unter Druck gesetzt worden. Er sollte das erpresste Geld annehmen und an sie weiterleiten. Es sei nie seine Absicht gewesen, sich durch die Tat zu bereichern - es tue ihm leid.
Mitangeklagter gibt Brandstiftung zu
Der Mann, der das Feuer gelegt haben soll, gestand ebenfalls – er habe das Auto des Fahrlehrers in Brand gesteckt. Der dritte Mann, der für die Geldübergabe engagiert wurde, werde in einem anderen Verfahren verfolgt, so das Gericht.