Warum auch immer die britische Musikpresse den Begriff "Krautrock" erfunden hat: (ältere) Experten wissen sofort Bescheid. Es handelt sich um den Sammelbegriff für die Rockmusik deutscher Bands, die Ende der 60er bis in die 70er Jahre aktiv und erfolgreich waren. Und das Bemerkenswerte ist: Einige der Bands gibt es noch heute. Vier von ihnen, nämlich "Kraan", "Guru Guru", "Epitaph" und "Jane" sind im Januar bei einem gemeinsamen Konzert auf der Bühne.
Und das bedeutet eine Premiere für Ludwigshafen. Denn im Kulturzentrum "das Haus" in der Innenstadt steigt am 17. Januar das "1. Krautrockfestival" der vier legendären, deutschen Bands. Gerockt wird im Haus an diesem Samstag ab 17 Uhr.
Ludwigshafen ist wieder dran
Einen knappen Monat später gewinnen die Narren dann die Oberhand in Ludwigshafen. Sonntags, am 15. Februar, schlängelt sich der traditionelle, gemeinsame Fasnachtsumzug von Mannheim und Ludwigshafen durch die durch Baustellen gebeutelte City. Tausende Aktive beim Umzug und noch weit mehr Tausende Schaulustige werden erwartet.
Ludwigshafen und Mannheim wechseln sich als Austragungsort jedes Jahr ab. Vor zwei Jahren gab es in Ludwigshafen 40.000 Besucher, eine Marke, die die Fasnachter diesmal sicherlich übertreffen wollen.
Speyer mit ungewöhnlichem Konzert
Keine Probleme, die Säle zu füllen, hat der Pfälzer Musiker Oli Dums. Warum? Weil er gut singt und spielt und ein ungewöhnliches Konzept umsetzt. Unter dem Titel "Church in Colors" tritt Oli Dums in bekannten Kirchen der Region auf. Gespielt werden Coversongs aus der Popgeschichte bis hin zu aktuellen Hits. Und dabei wird der Innenraum der jeweiligen Kirche in LED-Licht getaucht, es ist ein großes Musik- und Farbspektakel.
Viele Konzerte sind ausverkauft, so auch am 27. und 28. März 2026 in der Speyerer Gedächtniskirche. Aber wer schnell ist, kann sich noch Tickets für ein Zusatzkonzert in der Gedächtniskirche sichern: am Donnerstag, den 26. März, Konzertbeginn ist um 20 Uhr.
Laserspektakel in den Weinbergen Bad Dürkheims
Licht spielt auch seit Jahren im März in Bad Dürkheim eine große Rolle. Dort sind die "Weinbergnächte" äußerst beliebt. Jeweils am Freitag- und Samstagabend werden die Weinlagen von der Sankt Michaeliskapelle in der Nähe des Gradierbaus bis zum Römischen Weingut Weilberg in Ungstein in Laserlicht getaucht. Viele Dürkheimer Winzer haben auf der etwa sechs Kilometer langen Strecke ihre Stände aufgebaut.
Umstrittene Idee: das "Flanierbändchen"
Wer einen "Weinpass" gekauft hat, darf den Wein probieren. Diese "Open-Air-Weinprobe", diesmal am 6. und 7. März 2026, ist so beliebt, dass es erstmals ein "Flanierbändchen" geben. Dies ist für alle Besucher ohne Weinpass und kostet fünf Euro pro Person, damit man überhaupt auf das Gelände darf - eine durchaus umstrittene Idee. Wer auf Laserlicht verzichten kann, geht einfach tagsüber sonntags am 8. März zum "Weinwandel" - ohne Eintrittsgeld, aber mit den gleichen Winzern.
Lange Mandelblütensaison
Bereits im Februar werden in der Pfalz die "Mandelwochen" eingeläutet. Vom 21. Februar bis zum 6. April 2026 dreht sich alles um das Thema "Mandelblüte", von der man nie weiß, wann ihr Höhepunkt sein wird. Auf jeden Fall gibt es pink-rosa angestrahlte Gebäude wie das Deutsche Weintor in Schweigen, die Burg Landeck in Klingenmünster (Kreis Südliche Weinstraße) oder das Historische Rathaus in Deidesheim (Kreis Bad Dürkheim). Auch viele Vinotheken der Winzerbetriebe erstrahlen dann in rosa Licht.
Sommerliches Musikfestival
Und im Sommer? Da soll sich die Innenstadt in Landau zur "größten Partymeile der Pfalz" verwandeln. Vom 10. bis 12. Juli 2026 ist wieder einmal der "Landauer Sommer", ein Musikfestival mit "gefüllten Gläsern mit Cocktails und Wein, mit Sonne im Herzen und einem Lachen im Gesicht", wie das Landauer Büro für Tourismus verspricht.