Ein Bunker ist ja eigentlich so gebaut, dass nichts reinkommt und nichts raus. Für den Würfelbunker in Ludwigshafen gilt das nicht mehr: Über die Hälfte ist schon weg. Der Bauleiter Alexander Braun steht vor der Ruine des Bunkers. Ein bisschen ist er stolz, dass die Bauarbeiten so gut vorangehen. Viele hätten ihm gesagt, dass es schwerer werden und länger dauern würde.
Würfelbunker in Ludwigshafen fast abgerissen
Seit April wird der Bunker abgerissen, es läuft alles nach Plan. Bis Ende Dezember sollen die Abrissarbeiten durch sein. Von der Straße soll schon in zwei Wochen nichts mehr zu sehen sein, sagt Alexander Braun.
"Man darf nicht unterschätzen, was unter dem Bunker noch schlummert." Dazu kommen noch Stützmauern, das Kellergeschoss muss geöffnet werden. Zudem seien die Wände des Bunkers, je weiter es nach unten geht, sehr dick.
Auf dem Würfelbunker war das Stadtwappen der Stadt Ludwigshafen
Bis vor wenigen Wochen hing auf dem Bunker noch das Stadtwappen von Ludwigshafen. Der sogenannte Würfelbunker war für viele eine Art Wahrzeichen der Stadt. Aber der Bunker konnte hier nicht stehen bleiben, denn hier soll die neue Helmut-Kohl-Allee gebaut werden.
Wahrzeichen verschwindet Ludwigshafen: Stadtwappen von Würfelbunker abgebaut
Ludwigshafen verliert ein Wahrzeichen in seiner Skyline: Vom sogenannten Würfelbunker an der Hochstraße Nord ist der markante Würfel mit dem Stadtwappen entfernt worden.
Keine Lärmbelästigung für Anwohner wegen Bunkerabriss in Ludwigshafen
Beschwerden wegen der Lautstärke oder des Staubs habe es bislang keine gegeben, sagt Olaf Förtsch. Er ist Teilprojektleiter des Abrisses. "Die Lärmquelle vor Ort sind 95 bis 100 dB. Das ist völlig okay." Bei den Anwohnerinnen und Anwohnern habe man Schallmessungen in mehreren Wohnungen durchgeführt. Die Werte seien sogar geringer ausgefallen als die Baumlärmverordnung zugelassen hätte. "Wir haben hier überhaupt kein Problem", so Förtsch.
In zwei Wochen ist es mit dem schlimmsten Lärm dann sowieso vorbei, sagt auch Bauleiter Alexander Braun. Er blickt zufrieden auf die Baustelle, und will weiter an die Arbeit: kontrollieren, ob alles läuft. Seit ein paar Jahren ist er Bauleiter, davor ist er selbst Bagger gefahren. Manchmal vermisst er es. Aber dann setzt er sich einfach selbst in den Bagger, auch hier, am Würfelbunker.