Laut Anklage betrieben die Verdächtigen über vier Jahre hinweg ein Netzwerk aus Scheinfirmen. Ziel war es, Schwarzarbeit zu verschleiern und Sozialversicherungsbeiträge zu umgehen. Der verursachte Schaden beläuft sich auf mehr als 25 Millionen Euro.
Vorwurf: Kriminelle Vereinigung
Bei den Verdächtigen handelt es sich nach Angaben der Koblenzer Staatsanwaltschaft um Männer und Frauen im Alter zwischen 24 und 53 Jahren. Sie sollen in Worms eine kriminelle Vereinigung gebildet oder unterstützt haben.
Scheinfirmen und Scheinrechnungen
Nach Angaben der Ermittler nutzten die Verdächtigen sogenannte Scheinfirmen, die auf dem Papier wie echte Unternehmen aussahen, tatsächlich aber keine Dienstleistungen erbrachten. Über diese Firmen wurden Rechnungen an Firmen ausgestellt, die auch bezahlten. Doch ein Großteil des Geldes wurde anschließend in bar wieder zurückgegeben. Das Bargeld wurde dann als Schwarzlohn an nicht angemeldete Arbeiter ausgezahlt.
Mehr als zehn Millionen Euro Schaden Zoll sprengt Schwarzarbeiter-Ring in Worms
Dem Zoll ist in Worms ein Schlag gegen die Schwarzarbeit gelungen. Nach Angaben der Koblenzer Staatsanwaltschaft wurden sieben Verdächtige festgenommen.
Ermittlungen und Untersuchungshaft
Die sieben Verdächtigen wurden vor einem Jahr im Rahmen einer Razzia gegen organisierte Schwarzarbeit festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Wann der Prozess gegen die Verdächtigen beginnt, ist noch unklar.