Auch wegen Einbrüchen angeklagt

Geklaute Luxusautos - Autoschieber in Wiesbaden vor Gericht

Porsche, BMW oder Audi, teilweise bis zu 175.000 Euro teuer - das war das Diebesgut einer Wiesbadener Bande. Die mutmaßlichen Drahtzieher stehen jetzt vor Gericht.

Teilen

Stand

Von Autor/in Sabine Steinbrecher

Ein Jahr lang, von Oktober 2023 bis Oktober 2024, sollen die Männer in großem Stil teure und hochmotorisierte Sportwagen geklaut und ins Ausland verschoben haben.

Die Bande bestand nach Ermittlungen der Wiesbadener Staatsanwaltschaft aus mindestens sechs Personen. Vier von ihnen wurden in Deutschland bereits verurteilt oder sitzen im Ausland im Gefängnis. Gegen die beiden mutmaßlichen Drahtzieher der Bande beginnt jetzt am Wiesbadener Landgericht der Prozess.

Kopf der Autoschieber war 20-Jähriger aus Wiesbaden

Der mutmaßliche Kopf der Bande war ein junger Wiesbadener, alle anderen Männer kamen aus Serbien. Den Ermittlungen zufolge hatten sie bei den kriminellen Geschäften des 20-Jährigen mitgemacht, um ihre Familien zuhause finanziell unterstützen zu können.

Der Hauptbeschuldigte soll die Serben nach Wiesbaden geholt und bei sich untergebracht haben. Dann habe er ihnen Tipps gegeben, wo man einbrechen kann oder wo die teuersten Autos zu holen sind.

Teure Luxusautos gemietet und nicht zurückgebracht

18 Diebstähle oder Einbrüche soll der Wiesbadener auf diese Art und Weise organisiert haben. Die Autos wurden laut Staatsanwaltschaft aus Tiefgaragen gestohlen oder bei Autohändlern gemietet und dann verschoben - zum Beispiel nach Serbien oder Italien, wo schon Käufer warteten.

175.000 Euro teurer Audi R8 Spyder Performance

Zu den gestohlenen Luxuslimousinen soll laut Wiesbadener Staatsanwaltschaft ein Audi R8 Spyder Performance gehört haben - in einem Wert von 175.000 Euro. Die Täter hatten demnach die GPS-Systeme der Autos deaktiviert, damit sie nicht geortet werden konnten. Dann brachten sie andere Kennzeichen an, zum Beispiel Schweizer Nummernschilder.

Weiterer Vorwurf: Wohnungseinbrüche

In Hofheim, Bad Homburg und Frankfurt sollen die Serben außerdem unter Mitwirkung des Wiesbadeners Einbrüche begangen haben. Dabei wurde zum Beispiel ein Tresor gestohlen, mit Schmuck im Wert von 60.000 Euro, oder auch antike Schwerter.

Mittäter wurde in Österreich gestellt und ausgeliefert

Für den jetzt mitangeklagten zweiten Mann endete eine geplante Überführungsfahrt mit einem 7er BMW nach Slowenien in Österreich. Dort wurde er verhaftet und dann nach Deutschland ausgeliefert. Für den Prozess am Wiesbadener Landgericht sind sechs Verhandlungstage bis Mitte August angesetzt.

Mainz

Urteilsverkündung geplatzt Anwalt stürmt aus Gericht in Mainz - wegen Handwerkertermin

Mit einer knallenden Tür hat ein Verteidiger einen Gerichtssaal am Amtsgericht Mainz verlassen. Deshalb fiel die Urteilsverkündung aus. Das könnte jetzt Folgen haben.

SWR4 am Mittwoch SWR4

Mainz

Amphetamin, Kokain, Ecstasy Millionengeschäft mit Drogen: Landgericht Mainz verurteilt Bande

Sie sollen große Mengen Rauschgift verkauft haben. Das Mainzer Landgericht hat jetzt vier Männer und eine Frau wegen Beihilfe zum Drogenhandel zu Haftstrafen verurteilt.

SWR4 am Nachmittag SWR4

Mainz

Gaffer filmten Opfer Prozessbeginn nach tödlichem Unfall in Mainz

Vor dem Mainzer Amtsgericht hat der Prozess gegen einen 20-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung begonnen. Er soll einen Autounfall verursacht haben, bei dem ein Fußgänger starb.

SWR4 am Mittwoch SWR4