Im besten Fall starten erste Arbeiten an der Hochbrücke laut der Mainzer Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) im Herbst. Vieles sei noch unklar. Es müsse zum Beispiel mit einem passenden Unternehmen geklärt werden, wie genau die Brücke zurückgebaut werden könne.
Der Abriss soll rund drei Jahre dauern. Unter anderem auch, weil Menschen umgesiedelt werden müssen, die unter der Brücke wohnen. Zudem verlaufen unter der Brücke Bahnlinien und Straßen, die dann voll gesperrt werden müssten.
Abriss der Hochbrücke kostet mehrere Millionen
Die Kosten für den Abriss der Hochbrücke stehen auch noch nicht fest. Im Mainzer Haushalt sei ein höherer zweistelliger Millionenbetrag für den Abriss zurückgestellt worden, so Steinkrüger.
Zuschüsse vom Land oder dem Bund gibt es nicht. Die Stadt Mainz muss also alles selbst finanzieren.
Binger Straße bleibt bis Mai 2026 Baustelle
Die Baustelle in der Binger Straße wird die Mainzer und Mainzerinnen auch in diesem Jahr noch weiter beschäftigen. Im Mai soll das Projekt aber fertig sein und die Straßenbahn durch die Binger Straße fahren. Dann soll sich auch die Situation für den Autoverkehr wieder entspannen.
Holzhofstraße wird zur Einbahnstraße
Allerdings startet direkt im Anschluss die nächste Baustelle am Rande der Innenstadt. In der Holzhofstraße - zwischen Windmühlenstraße und Neutorstraße - wird nämlich das Fernwärmenetz ausgebaut.
Dafür wird die Straße aufgerissen. Laut der Verkehrsdezernentin wird aus der Holzhofstraße in diesem Abschnitt dann für ein paar Monate eine Einbahnstraße.
Straßenbahnstrecke nach Mainz-Hechtsheim wird saniert
Eine weitere große Baustelle gibt es am Pariser Tor in Richtung Hechtsheim. Die Straßenbahntrasse wird in diesem Jahr saniert und die Haltestellen barrierefrei umgebaut.
Die Straßenbahn fährt also voraussichtlich bis Ende des Jahres nicht zum Hechtsheimer Bürgerhaus und Fahrgäste müssen auf den Schienenersatzverkehr umsteigen. Und auch für den Autoverkehr gibt es in dieser Zeit gesperrte Spuren und Behinderungen.
In diesem Jahr gibt es in Mainz übrigens zehn Baustellen weniger als im vergangenen Jahr, nämlich 185 anstatt 195.