- Generalsanierung der rechten Rheinstrecke
- Sanierung rund um den Mainzer Hauptbahnhof
- Sperrung auf der Eifelstrecke
- Abriss der A61-Talbrücke Tiefenbachtal
- Neue Brücke auf der A48 bei Höhr-Grenzhausen
- Lückenschluss A1 in der Eifel startet
Generalsanierung der rechten Rheinstrecke
Mehr als 23 Milliarden Euro will die Deutsche Bahn 2026 in die Modernisierung von Bahnstrecken stecken und damit so viel wie noch nie. Mehr als die Hälfte des Geldes soll in das Bestandsnetz fließen. Dazu gehört etwa die hochbelastete rechte Rheinstrecke - konkret der Abschnitt zwischen Troisdorf (NRW) über Koblenz bis Wiesbaden. Zwischen Juli und Dezember wird die Strecke komplett gesperrt.
Zwischen Kaub und Unkel gibt es laut Bahn vier Bauschwerpunkte. Diese liegen bei Kaub, St.Goarshausen, Neuwied sowie Bad Hönningen/Rheinbrohl. An allen vier Schwerpunkten sollen Gleise sowie teils auch Weichen und Schienen erneuert werden. Bei St. Goarshausen und Bad Hönningen plant die Bahn Brücken instand zu setzen und Stützwände zu erneuern. In Neuwied steht der Neubau eines elektronischen Stellwerks auf dem Plan. Zwischen Kaub und Lahnstein sollen zudem mehrere Felshänge gesichert werden.
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Allein 36 Bahnhöfe sollen auf der rechten Rheinstrecke modernisiert werden. Außerdem soll der Schienenverkehr in der Region leiser werden: Moderne Schallschutzwände und lärmarme Schienen sollen Anwohner entlasten. Das Programm zur Lärmsanierung für ein leiseres Mittelrheintal will die Bahn bis zum Ende der Generalsanierung im Dezember 2026 fertig umsetzen. Welche Bauvorhaben konkret geplant sind, lesen Sie hier.
Sanierung rund um den Mainzer Hauptbahnhof
Weil im Sommer die rechtsrheinische Bahnstrecke für ein halbes Jahr gesperrt ist, wird der Zugverkehr über Mainz und die linke Rheinseite umgeleitet. Damit das möglich ist, werden in das Netz rund um den Mainzer Hauptbahnhof derzeit mehrere hundert Millionen Euro investiert: Seit Ende November 2025 erneuert die Deutsche Bahn Gleise, Weichen und Technik. Die Bauarbeiten werden den Zugverkehr bis in den Februar 2026 massiv beeinträchtigen.
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Reisende müssen mit Umleitungen im Fernverkehr und Einschränkungen im Regionalverkehr rechnen. Betroffen sind unter anderem Verbindungen ins Mittelrheintal und ins Saarland sowie die S-Bahn-Linien Richtung Wiesbaden und Frankfurt. Mit den sogenannten Generalsanierungen wollen Bund und Bahn bis Mitte der 2030er Jahre zumindest besonders vielbefahrene Strecken in Deutschland rundum erneuern.
Sperrung auf der Eifelstrecke
Die fast 160 Kilometer lange Eifelstrecke zwischen Köln und Trier soll bis 2028 vollständig elektrifiziert werden. Um das Ziel zu erreichen, steht auch in diesem Jahr eine große Sperrung auf der Strecke an - und zwar zwischen Jünkerath in der Vulkaneifel und Kall in Nordrhein-Westfalen. Vom 5. Januar bis 29. März werden dort Oberleitungen entlang der Gleise errichtet. Züge fahren in diesem Zeitraum nicht. Fahrgäste werden laut Bahn von Ersatzbussen befördert.
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Abriss der A61-Talbrücke Tiefenbachtal
Die Dauerbaustelle A61 im Hunsrück geht in die nächste Runde. Der sechsstreifige Ausbau der Bundesautobahn zwischen der Anschlussstelle Rheinböllen bis zur Tank- und Rastanlage Hunsrück ist in drei Abschnitte unterteilt. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf Bauabschnitt zwei. Dieser ist knapp vier Kilometer lang und umfasst auch den Neubau der beiden Talbrücken Pfädchensgraben und Tiefenbachtal.
Zurzeit laufen die Vorbereitungen für den Abbruch der Talbrücke Tiefenbachtal, wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilte. Mit dem eigentlichen Abbruch werde im Frühjahr 2026 begonnen. Im Jahr 2029 sollen die Bauarbeiten an der A61 im Hunsrück dann ganz abgeschlossen sein.
Neue Brücke auf der A48 bei Höhr-Grenzhausen
Gearbeitet wird 2026 auch an der Brücke im Bereich der A48-Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen. Laut Autobahn GmbH weist die Brücke nach mehr als sechs Jahrzehnten Nutzung "Defizite auf, die einen Ersatzneubau erforderlich machen". Die A48 ist im Bereich der Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen eine stark frequentierte Verkehrsachse zwischen dem Autobahndreieck Dernbach und Koblenz.
Damit der Verkehr während der Sanierungsarbeiten weiter fließen kann, lässt die Autobahn GmbH am 10. und 11. Januar eine Behelfsbrücke errichten. Die eigentliche Brücke soll bis 1. März komplett zurückgebaut werden. Dabei fallen demnach rund 1.700 Tonnen Bauschutt an. Zeitweise muss die A48 im Baustellenbereich daher in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Bis Ende des Jahres soll dann die neue Brücke stehen, bevor das Behelfsbauwerk wieder abgebaut wird.
Lückenschluss A1 in der Eifel startet
Um den Lückenschluss der A1 in der Eifel hat es viele Diskussionen und Streit gegeben. Ende 2025 hatte das Bundesverwaltungsgericht schließlich grünes Licht für den ersten Teil des Projektes gegeben. Eine Klage des Naturschutzverbandes BUND blieb damit erfolglos.
2026 soll es zügig mit den vorbereitenden Arbeiten losgehen. "Im Frühjahr wird man schon etwas sehen", sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) Anfang Dezember. Konkret geht es um den Bau von gut zehn Kilometern Strecke zwischen Kelberg im Kreis Vulkaneifel und Adenau im Kreis Ahrweiler. Für zwei weitere verbleibende Teilstücke bis Blankenheim in Nordrhein-Westfalen gibt es noch kein Baurecht.
Schnieder sagte, zuerst würden Baustraßen angelegt - unter anderem für Umweltmaßnahmen zur Umsiedlung von Tierarten. Parallel dazu würden auch zehn Talbrücken geplant und deren Ausschreibung vorbereitet. Zudem müssten Waldstücke gerodet werden. Wann mit dem eigentlichen Trassenbau begonnen wird, sei schwer abzuschätzen. Ein paar Jahre könne es aber noch dauern.