Krankenhaus gerettet

Kreis betreibt ab sofort ehemaliges DRK Krankenhaus Alzey

Mit dem heutigen Datum - 1. Juli - ist der Kreis Alzey-Worms der Träger des ehemaligen DRK Krankenhauses Alzey. Damit ist das insolvente Krankenhaus gerettet.

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Stand

Von Autor/in Wolfgang Seligmann, Vanessa Siemers

Nach mehreren Jahrzehnten in der Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kommt das Krankenhaus wieder in kommunale Hand. Im Februar hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Insolvenz angemeldet und gleichzeitig bekanntgegeben, sich komplett aus dem Betrieb von Krankenhäusern zurückziehen zu wollen.

Der Kreis Alzey-Worms musste schnell handeln, weil der Betrieb des Krankenhauses nur bis Ende Juni gesichert war. Deshalb entschloss sich der Kreistag Alzey-Worms in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung, das Alzeyer Krankenhaus zu erhalten und es zu übernehmen.

Alle Mitarbeitenden am Krankenhaus in Alzey sollen übernommen werden

Der Kreis habe für das Krankenhaus zwar keinen Kaufpreis bezahlt, so Heiko Sippel, Landrat des Kreises Alzey-Worms (SPD). Allerdings habe der Kreis viel Geld in das Krankenhaus investiert. Und ganz wichtig: nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses werden übernommen.

Außerdem fallen die Grundstücke des Krankenhauses an den Kreis zurück - das sei, so Landrat Sippel, vertraglich mit dem Deutschen Roten Kreuz vereinbart worden.

Laut Landrat Heiko Sippel (SPD) gab es viele Verhandlungsrunden, unter anderem mit dem Land und den Krankenkassen. Unzählige Details hätten geklärt werden müssen - zum Beispiel die Einzelheiten des Übernahmevertrags. Auch Gutachten über mögliche finanzielle Risiken und über die Wirtschaftlichkeit der Klinik mussten erbracht werden.

Aufatmen in Alzey - wohnortnahe Versorgung gesichert

Der Bundestagsabgeordnete der CDU, Jan Metzler, begrüßt die Übernahme. Es sei ein starkes Signal für die Region. Nun müsse das Land die notwendigen Rahmenbedingungen in der Krankenhausplanung schaffen.

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum, insbesondere mit Blick auf die Notfallmedizin und den Notarztstandort, darf keine Frage des Wohnortes sein.

Landrat Sippel und Bundestagsabgeordneter Metzler betonen, wie wichtig das Krankenhaus für die Menschen in der Region ist. Nicht jeder könne nach Ludwigshafen, Kaiserslautern oder Mainz fahren, um dort behandelt zu werden.

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