Es war Samstagabend, als der Klingelstreich in Essenheim dermaßen eskalierte, dass die Polizei eingreifen musste. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hat sich der Vorfall wie folgt abgespielt:
Klingelstreich in Essenheim verärgert Rentner
Die vier 13-jährigen Jungen hatten aus Spaß an der Tür des 70-jährigen Mannes geklingelt. Der Mann fühlte sich dadurch offenbar so gestört, dass er wütend wurde, sich eine Leuchtstoffröhre schnappte und auf die Kinder losging. Diese liefen weg. Laut Polizei stieß der Mann auch eines der Fahrräder der Jungen um, die diese dort stehen gelassen hatten. Das wurde dabei beschädigt.
Attacke mit Schreckschusswaffe und Stock
Als die Kinder dann zurückkehrten, kam es zu einer erneuten Konfrontation. Dabei schoss einer der 13-Jährigen mit einer Schreckschusswaffe mehrfach in die Luft und in Richtung des Rentners. Außerdem gingen die Jungen mit einem Stock auf den 70-Jährigen los. Er wurde laut Polizei im Gesicht verletzt.
Schreckschusswaffe sichergestellt
Die Einsatzkräfte der Polizei trafen vor Ort auf alle Beteiligten. Sie stellten die Schreckschusswaffe sicher und informierten die Eltern der Jungen. Der Rentner wurde vor Ort medizinisch versorgt.
13-Jährige können strafrechtlich nicht belangt werden
Woher der Junge die Waffe hatte, ist noch nicht bekannt. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, um den Zwischenfall aufzuklären. Strafrechtlich können die Kinder nicht verfolgt werden, weil sie jünger als 14 Jahre alt sind. Damit gelten sie in Deutschland als schuldunfähig.