Wasservögel brüten

Tierschützer helfen Küken in Bad Kreuznach über die Straße

Viele Wasservögel brüten jetzt und ziehen ihre Küken groß. Deshalb bittet die Naturschutzgruppe Nahe besonders vorsichtig zu sein. Sie gibt auch Geleitschutz, wenn die Vögel über Straßen müssen.

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Von Autor/in Sibylle Jakobi

Frühling an der Nahe, Sonnenschein und gute Laune - viele zieht es ans Ufer: zum Joggen, Radfahren oder um den Hund auszuführen. Auf der Nahe wird gerudert oder auf dem Board gepaddelt.

Den Wasservögeln sei das zu viel und zu laut, so die Naturschutzgruppe Nahe. Auch deshalb würden die Wasservögel zunehmend weit weg von der Nahe brüten.

Küken müssen über die Straße und sind in Gefahr

Sobald der Nachwuchs geschlüpft ist, machen sich die Vögel auf den Weg zum Wasser. Dabei sind sie aber in großer Gefahr.

Laut Naturschutzgruppe Nahe werden derzeit unverhältnismäßig viele verletzte oder getötete Wasservögel und Küken gemeldet.

Denn oft müssen die Tiere auf dem Weg zur Nahe über mehrere Straßen kommen. Dafür brauchen Sie Hilfe. "Man muss sie begleiten, damit sie nicht auseinandergetrieben oder überfahren werden," sagt eine Sprecherin der Tierschützer.

Eine Tierschützerin der Naturschutzgruppe Nahe setzt Küken einer Nilgansfamilie in der Nahe aus. Um die Tiere sicher zur Nahe zu bringen, haben die Helferinnen die Küken in einem Pappkarton zum Ufer gebracht.
Die Naturschutzgrppe Nahe hat zuletzt eine elfköpfige Familie von Nilgänsen sicher bis zum Naheufer begleitet.

Wer es sich zutraut, kann die Wasservögel selbst begleiten. Manchmal sei es dabei hilfreich, die Küken hoch zunehmen, damit die ganze Familie dem Piepsen folgt, erklärt die Sprecherin.

Es ist eine unheimliche Freude, wenn alle munter ankommen.

Sind die Enten- oder Gänsefamilien allerdings zu weit von der Nahe weg, sei es besser, die Helferinnen der Naturschutzgruppe zu informieren. Zuletzt hatten sie eine elfköpfige Gänsefamilie über hunderte von Metern bis zur Nahe begleitet, erzählt eine Sprecherin. Wenn dann alle munter am Wasser ankämen, sei es eine unheimliche Erleichterung und Freude.

Wasservögel brauchen Ruhe

Die Naturschutzgruppe bittet alle auf und an der Nahe Rücksicht zu nehmen. Hunde sollten angeleint bleiben, um die Wasservögel nicht aufzuscheuchen oder auseinanderzutreiben. Die Küken müssten an Land regelmäßig unter das Gefieder der Muttertiere, um sich zu wärmen und zu fetten. Haben sie dafür nicht ausreichend Zeit, könne das lebensbedrohend sein.

Und auch auf dem Wasser sei Rücksicht gefragt. Bei Bootstouren in Nähe von jungen Wasservögelfamilien bitten die Tierschützer, leise zu sein und langsam zu fahren. Wer auf einem Paddelboard unterwegs ist, sollte sich dann besser hinsetzen. Denn die Vögel reagierten panisch auf über dem Wasser stehende Menschen.

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Sibylle Jakobi
Sibylle Jakobi ist Reporterin im SWR Studio Mainz

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