In den Wahlkreisen der Region Rheinhessen-Nahe waren bei der letzten Landtagswahl alle Direktmandate an die SPD gegangen. Nun aber gibt es einige Wechsel, unter anderem in Bingen und Bad Kreuznach. Auch die OB-Wahl in Ingelheim hat die CDU-Kandidatin gewonnen. Hier die Ergebnisse:
Regierungswechsel in Rheinland-Pfalz Ticker zur Landtagswahl in RLP ++ Endergebnis steht fest ++ Schmitt zieht sich von FDP-Landesspitze zurück ++ Schweitzer und Schnieder verhandeln ++
Regierungswechsel in Rheinland-Pfalz: Die Ampelregierung ist abgewählt. Die CDU mit Gordon Schnieder ist nach 35 Jahren stärkste Kraft. Alles zum Wahlergebnis im Ticker zum Nachlesen.
Wahlkreis 17 Bad Kreuznach
Wahlkreis 18 Kirn/ Bad Sobernheim
Wahlkreis 30 Bingen
Wahlkreis 31 Ingelheim
Wahlkreis 32 Rhein-Selz/ Wonnegau
Wahlkreis 33 Worms
Wahlkreis 34 Alzey
OB-Wahl Ingelheim
VG-Bürgermeisterwahl Bodenheim
VG-Bürgermeisterwahl Nieder-Olm
VG-Bürgermeisterwahl Sprendlingen-Gensingen
Wahlkreis 17 Bad Kreuznach geht an CDU
Im Wahlkreis Bad Kreuznach gibt es einen Wechsel. Nach Auszählung aller Wahlbezirke liegt Helmut Martin von der CDU mit 35 Prozent klar vor seiner Herausforderin von der SPD, Claudia Eider (27,5 Prozent).
Bei der vergangenen Wahl war Martin über einen Listenplatz in den Landtag eingezogen. Er ist stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender im rheinland-pfälzischen Landtag.
In den Wahlkreis Bad Kreuznach fallen neben der Stadt Bad Kreuznach auch die Verbandsgemeinden Bad Kreuznach und Langenlonsheim-Stromberg.
SPD gewinnt Wahlkreis 18 Kirn / Bad Sobernheim knapp
Der Wahlkreis Kirn / Bad Sobernheim ist sehr knapp an die SPD gegangen. Dort war bei dieser Landtagswahl wieder Denis Alt angetreten. Er holte 33,4 Prozent der Stimmen. Seine Herausforderin von der CDU, Katharina Gräff, kam auf 32,1 Prozent.
Alt ist Staatssekretär im Sozialministerium und hatte bereits bei den vergangenen beiden Landtagswahlen das Direktmandat im Wahlkreis Kirn / Bad Sobernheim geholt. Zu dem Wahlkreis gehören die Verbandsgemeinden Kirner Land, Nahe-Glan und Rüdesheim.
CDU holt Wahlkreis 30 Bingen
Michael König von der CDU hat das Rennen im Wahlkreis Bingen gemacht. Er liegt nach Auszählung aller Wahlkreise mit 31,9 Prozent der Stimmen vor Sebastian Hamann von der SPD (29,8 Prozent).
Damit geht im Wahlkreis Bingen eine Ära zu Ende: In den vergangenen 20 Jahren hatte immer Michael Hüttner von der SPD das Direktmandat gewonnen. Der Wahlkreis Bingen am Rhein umfasst neben der Stadt Bingen noch die Verbandsgemeinden Gau-Algesheim, Rhein-Nahe und Sprendlingen-Gensingen und befindet sich somit komplett im Landkreis Mainz-Bingen.
CDU gewinnt auch Wahlkreis 31 Ingelheim
Die SPD verliert auch das Direktmandat im Wahlkreis Ingelheim. Nach Auszählung aller Stimmbezirke kommt Marie Wasem von der CDU auf 34,4 Prozent. Nina Klinkel von der SPD erreicht 27,1 Prozent. Wasem saß bereits in der letzten Legislaturperiode für die CDU im rheinland-pfälzischen Landtag.
Der Wahlkreis Ingelheim umfasst die Stadt Ingelheim, Budenheim und die Verbandsgemeinde Nieder-Olm.
SPD im Wahlkreis 32 Rhein-Selz / Wonnegau vorne
Im Wahlkreis Rhein-Selz / Wonnegau gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU um das Direktmandat. Am Ende hatte Kathrin Anklam-Trapp von der SPD mit 29,5 Prozent der Stimmen die Nase vorne. Der CDU-Direktkandidat Andreas Obenauer kam auf 27,1 Prozent. Anklam-Trapp hatte bereits vier Mal das Direktmandat geholt.
Zu dem Wahlkreis gehören verschiedene Verbandsgemeinden aus den Kreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms. Neben der Verbandsgemeinde Rhein-Selz gehören dem Wahlkreis auch die Verbandsgemeinden Eich, Monsheim und Wonnegau an.
SPD gewinnt im Wahlkreis 33 Worms
Auch der Wahlkreis Worms bleibt in SPD-Hand. Nach Auszählung aller Stimmbezirke hat ihr Kandidat Dirk Beyer mit 30,9 Prozent der Stimmen das Direktmandat geholt. Björn Krämer von der CDU kam auf 27,1 Prozent.
Jens Guth, der 2021 bei der Landtagswahl das Direktmandat für die SPD geholt hatte, hatte sein Mandat Ende 2024 aus persönlichen Gründen niedergelegt. Dirk Beyer hatte deshalb bereits dessen SPD-Landtagsmandat übernommen.
SPD holt auch Wahlkreis 34 Alzey
Im Wahlkreis Alzey hat wie bei der vergangenen Wahl Heiner Illing von der SPD als Direktkandidat das Rennen gemacht. Nach Auszählung aller Stimmbezirke liegt er bei 30,2 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer von der CDU, Patrick Moll, kommt auf 25,1 Prozent.
Der Wahlkreis umfasst neben der Stadt Alzey auch noch die Verbandsgemeinden Alzey-Land, Wöllstein und Wörrstadt.
Breyer von der CDU gewinnt OB-Wahl in Ingelheim
Eveline Breyer von der CDU ist neue Oberbürgermeisterin von Ingelheim. Die CDU-Kandidatin und bisherige Bürgermeisterin erreichte mit 55,8 Prozent die absolute Mehrheit. Sybille Schäfer von der SPD kommt auf 26,5 Prozent, Stephen Heiser von den Grünen auf 17,7 Prozent.
14 Jahre lang war Ralf Claus von der SPD Oberbürgermeister von Ingelheim. Im vergangenen August hatte er mitgeteilt, dass er Ende April 2026 vorzeitig in Ruhestand gehen werde.
Stichwahl um das Bürgermeisteramt in der VG Bodenheim
In der Verbandsgemeinde Bodenheim wird es eine Stichwahl um das Amt des VG-Bürgermeisters geben. René Adler von der Freien Wählergemeinschaft erreichte 49,7 Prozent der Stimmen und verfehlte damit ganz knapp die absolute Mehrheit. In der Stichwahl am 12. April wird er gegen Steffan Haub von der CDU antreten, der auf 33,6 Prozent kam.
Zuvor war Robert Scheurer von der CDU 16 Jahre lang VG-Bürgermeister in Bodenheim.
Hasenfuß (FWG) ist neuer Bürgermeister der VG Nieder-Olm
Neuer Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm wird der bisherige Nieder-Olmer Stadtbürgermeister Dirk Hasenfuß von der FWG. Hasenfuß erzielte 72,8 Prozent der Stimmen. Andreas Schmitt von der SPD (16 Prozent) und Asta Dittes von den Grünen (11,2 Prozent) mussten sich deutlich geschlagen geben.
Dirk Hasenfuß wird die Nachfolge von Ralph Spiegler von der SPD antreten. Spiegler war 32 Jahre lang Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm.
CDU gewinnt VG-Bürgermeisterwahl Sprendlingen-Gensingen
In der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen wird Oliver Wernersbach von der CDU neuer VG-Bürgermeister. Er kommt nach Auszählung aller Stimmbezirke auf 74,3 Prozent. Für seinen Herausforderer Christian Lintow (parteilos) stimmten 25,7 Prozent.
In der Verbandsgemeinde war der langjährige Bürgermeister Manfred Scherer (SPD) nach 16 Jahren nicht mehr zur Wahl angetreten.