In der Verbandsgemeinde sind vergangene Woche mehrere Schafe gerissen worden. Experten prüfen nun, ob der Wolf dahinter steckt, der zuletzt mehrfach im Hunsrück und an der Nahe Tiere getötet hatte.
Mehrere Schafe bei Löllbach tot, verletzt oder ganz verschwunden
Betroffen war eine Schafherde bei Löllbach in der Verbandsgemeinde Nahe-Glan. Die liegt am Rand des Nordpfälzer Berglands. Fünf tote Schafe wurden dort am vergangenen Freitag entdeckt - möglicherweise gerissen von einem größeren Raubtier.
Außerdem wurden zwei Schafe verletzt gefunden, zwei weitere sind ganz verschwunden. Es wurden DNA-Abstriche genommen, die jetzt im Senckenberg Institut analysiert werden.
Wolf gerade erst bei Kusel nachgewiesen
Erst vor rund drei Wochen war ein Wolf im Raum Kusel aufgetaucht und hatte dort Weidetiere getötet. Aufgrund der DNA-Spuren konnte nachgewiesen werden, dass es sich um denselben Wolf handelt, der Anfang 2025 auch in Bad Sobernheim Tiere gerissen hatte.
Wolf-Präventionsgebiet im Kreis Bad Kreuznach gerade erweitert
Deshalb hatte das Koordinationszentrum Luchs und Wolf, kurz KLUWO, das Wolf-Präventionsgebiet "Hunsrück" im Kreis Bad Kreuznach erweitert, um die Weidetiere dort besser schützen zu können. Es erstreckt sich jetzt auch auf die Bereiche südlich und östlich von Kirn und an der Nahe entlang bis nach Bad Kreuznach.
Damit können alle Weidetierhalter in diesem Bereich Fördergelder für den Schutz ihrer Tiere beantragen, zum Beispiel, um Elektrozäune zu bauen. Die Weide bei Löllbach liegt innerhalb dieses gerade erst erweiterten Präventionsgebiets.
Ist der Wolf schon heimisch geworden?
Das zuständige rheinland-pfälzische Umweltministerium geht momentan davon aus, dass der Wolf nicht auf Durchreise ist, sondern länger im Kreis Bad Kreuznach bleibt, sich vielleicht sogar niedergelassen hat.