Mehr Schutz für Schafe und Ziegen

Wolf im Westen der Pfalz: Land erweitert Schutzgebiet für Weidetiere

Der Wolf ist in der Westpfalz zurück. Seit November zieht ein Wolfsrüde durch den Kreis Kusel. Das Land reagiert und erweitert das Wolfspräventionsgebiet. Das bringt Vorteile für Halter von Schafen und anderen Weidetieren.

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Stand

Von Autor/in Andreas Kahlmeyer

In den vergangenen Monaten gab es mehrere Fälle von gerissenen Schafen in der Westpfalz. Im Dezember und November wurden Schafe in der Verbandsgemeinde Lauterecken gerissen. Untersuchungen und Haar- und Speichelspuren ergaben: Es war ein Wolf. Diese Woche wurde in der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan ein totes Schaf gefunden. Ob es ebenfalls von einem Wolf gerissen wurde, wird noch geprüft.

Wolf im Kreis Kusel nachgewiesen

Ein Wolfsrüde wurde im November bei Deimberg im Kreis Kusel nachgewiesen. Bereits im April hatte derselbe Wolf Tiere in einem Wildgehege bei Baumholder gerissen. Die Behörden wollen nun sicherstellen, dass Weidetierhalter in der Region ihre Tiere besser schützen können. Dazu hat das Land Rheinland-Pfalz nun das Wolfspräventionsgebiet Hunsrück erweitert - erst einmal temporär für ein Jahr.

Wolfspräventionsgebiet ausgeweitet

Das bestehende Präventionsgebiet Hunsrück wurde nach Südosten erweitert. Und zwar um Teile der Kreise Kusel, Kaiserslautern, Donnersberg und Bad Kreuznach. Die neue südöstliche Grenze folgt ab Kirn dem Verlauf der Nahe bis nach Bad Münster am Stein-Ebernburg. Von dort führt sie entlang der B48 bis zur Anschlussstelle Winnweiler, weiter über die A63 bis zur Anschlussstelle Kaiserslautern und schließlich über die A6 bis zur Landesgrenze des Saarlands.

Wolfspräventionsgebiete in RLP
Das Wolfspräventionsgebiet Hunsrück wurde vom Land nach Südosten ausgeweitet und umfasst nun auch große Teile der Westpfalz.

Was ist ein Wolfpräventionsgebiet?

Ein Wolfspräventionsgebiet ist eine Region, in der Halter von Weidetieren besondere Unterstützung erhalten. Das Land hilft dabei, Herden besser vor Wölfen zu schützen. Dazu gehören zum Beispiel Zuschüsse für spezielle Schutzzäune oder finanzielle Unterstützung für den Unterhalt von Herdenschutzhunden. Förderanträge können bei der FAWF (Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft ind Trippstadt) über das KLUWO (Koordinationszentrum Luchs und Wolf in Trippstadt) beantragt werden. Ziel sei es, die beantragten Maßnahmen schnellstmöglich umzusetzen, damit sich der Wolf gar nicht erst an "leichte Beute" gewöhnen könne.

Wo gibt es Wolfspräventionsgebiete?

In Rheinland-Pfalz gibt es Wolfspräventionsgebiete unter anderem im Hunsrück, dem Westerwald, der Eifel und der Vorderpfalz. Jetzt wurde das Gebiet im Hunsrück vergrößert. Es gilt dort, wo der Wolf zuletzt gesehen wurde.

Forderung nach Wolfsjagd

Die FDP hat im Umweltausschuss des Landtags gefordert, dass Wölfe aktiv gejagt werden dürfen. Dafür müssten die Gesetze auf Bundesebene geändert werden. Bisher ist der Wolf in Deutschland streng geschützt.

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Autor/in
Andreas Kahlmeyer
Reporter Andreas Kahlmeyer aus dem SWR-Studio in Kaiserslautern.

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