Aharon Ran Vernikovsky ist der Rabbiner der Jüdischen Kultusgemeinde Mainz-Rheinhessen. Er sagt, dass das Sicherheitsgefühl innerhalb der Gemeinde seit 2023 stark belastet sei, der aktuelle Krieg mache das nicht besser. Gleichzeitig sei es eine Situation, mit der die Gemeinde jetzt schon einige Jahre lebe.
Jüdische Gemeinde überprüft ständig Sicherheit
Die Gemeinde überprüfe und passe die eigenen Sicherheitsvorkehrungen ständig an, erklärt Vernikovsky. Seit 2023 gibt es eine Kameraüberwachung an der Synagoge. Gerade wird außerdem ein Sicherheitszaun gebaut, damit der Parkplatz von außen nicht zugänglich ist. "Diese Sicherheitslücke schließen wir jetzt", erzählt der Rabbiner.
Als jüdische Person können Sie in Deutschland nicht völlig sorgenfrei leben.
In Deutschland fühle er sich generell nicht ausreichend geschützt, erzählt er. Wie sich die Lage im Nahen Osten entwickeln wird, das sei schwer einzuschätzen, sagt Vernikovsky. "Ich hoffe auf ein schnelles Ende."
Keine Hinweise auf konkrete Gefährdung
Nach Angaben eines Sprechers des Polizeipräsidiums Mainz steht die Polizei in ständigem Kontakt mit den Jüdischen Gemeinden in Mainz und Bad Kreuznach. Je nach Lage würden die Sicherheitsmaßnahmen angepasst.
Der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling (SPD) sagte, der Schutz jüdischer Einrichtungen sei auf einem hohen Niveau. Es gebe keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdungslage.