Norbert Pöhls ist ziemlich genervt. Er lebt in der "Hohl" in der Oppenheimer Altstadt. Eine enge, beschauliche Gasse, die jeweils immer nur Autos in eine Richtung durchfahren können. Der Gegenverkehr muss warten.
Seit der Sperrung auf der B9 zwischen Nierstein und Oppenheim herrscht aber bei Norbert Pöhls und in weiten Teilen der Oppenheimer Altstadt Verkehrschaos.
Reisebusse, Lkw und sogar Sattelzüge in Oppenheim
Während der Sperrung der B9 gibt es ausgeschilderte Umleitungen. Viele Menschen ignorieren diese aber und nehmen den vermeintlich schnelleren Weg durch die Oppenheimer Altstadt.
Das führt dort zu Szenen, die jeglicher Beschreibung spotten: Lange Sattelzüge versuchen, die engen Gassen zu durchfahren. Die sind dann wiederum immer wieder für längere Zeiträume derart verstopft, dass es weder vor- noch rückwärts ein Hinauskommen gibt.
Oppenheimer Anwohner helfen Autofahrern
Norbert Pöhls ist hilfsbereit. Immer wieder lotst er Lkw oder auch Reisebusse durch seine Straße, sorgt dafür, dass andere Autofahrer irgendwie Platz machen. Doch allmählich schwindet ihm die Geduld.
Es ist katastrophal. Lkw, Pkw, Hupereien, Fast-Schlägereien. Wir müssen bei dem Wetter die Fenster schließen. Es ist unerträglich.
Zudem es für den Oppenheimer auch gefährlich, vor sein Hoftor zu treten. Haben sich die Staus zwischenzeitlich aufgelöst, fahren Autos mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die enge Gasse.
Polizei kann Verkehr nicht ausreichend überwachen
Norbert Pöhls sagt, seine Beschwerden bei den zuständigen Behörden führten zu nichts. Die Polizei in Oppenheim hingegen erklärt, dass sie an der Stelle sehr wohl regelmäßig kontrolliert.
Es gebe aber einfach nicht genügend Personal, um dort dauerhaft eine Überwachung sicherzustellen.
Ende des Verkehrschaos in Oppenheim in Sicht
Immerhin, am 2. August soll das Verkehrschaos in der Oppenheimer Altstadt ein Ende haben. Nach Angaben des Landesbetriebes Mobilität sollen an diesem Tag die Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 9 beendet werden.