Der Ortsbeirat Mainz-Neustadt war bei seiner Sitzung am Mittwochabend zwar nicht beschlussfähig. Aber in einem Punkt waren sich alle einig, erzählt der stellvertretende Ortsvorsteher Alexander Klein (SPD). Wenn der beliebte Spielplatz auf dem Goetheplatz in Mainz zurückgebaut werden soll, müsse er auch zeitnah ersetzt werden.
Ortsvorsteher Christoph Hand (Grüne) ist bereits mit den zuständigen Dezernentinnen Jana Schmöller (SPD) und Janina Steinkrüger (Grüne) im Gespräch. "Es kann nicht sein, dass man sagt, es ist kein Geld da und wir warten. Der Prozess muss zumindest angestoßen sein." Schließlich ist der Goetheplatz aus Sicht des Ortsvorstehers für alle Generationen ein wichtiger Platz in der Neustadt.
Spielplatz in Mainzer Neustadt soll bis 2027 abgebaut werden
Die Stadtverwaltung in Mainz hatte dem Ortsbeirat zuletzt mitgeteilt, dass der Spielplatz bis Frühjahr 2027 größtenteils abgebaut werden soll. Der sogenannte Stangenwald auf dem Goetheplatz in der Mainzer Neustadt sei mehr als 20 Jahre alt und einige Holzpfosten hätten bereits angefangen zu faulen. An ihnen seien sowohl Weißfäule als auch Braunfäule festgestellt worden. Beide Pilzerkrankungen beeinträchtigten massiv die Standfestigkeit der Holzpfosten und stellten ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, teilte die Stadt Mainz dem Ortsbeirat mit.
Zudem seien die Spielgeräte wegen des Alters bereits abgenutzt. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist es deshalb wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, sie zu reparieren. Stattdessen will sie die Spielgeräte aus Holz bis Frühjahr 2027 schrittweise komplett abbauen.
Kein Geld für neuen Spielplatz in der Mainzer Neustadt
Wie der große Spielplatz in der Mainzer Neustadt künftig aussehen soll, steht aber noch nicht fest. Die Stadtverwaltung teilte dem Ortsbeirat auf Anfrage der SPD-Fraktion mit, dass sie den Spielplatz auf dem Goetheplatz komplett neu planen will. Bisher stehe dafür aber kein Geld zur Verfügung. Der Grund sei, dass der städtische Haushalt bisher noch nicht genehmigt wurde.
Im Haushalt sind eigentlich mehr als 300.000 Euro für die Spielplätze in Mainz vorgesehen. Aus Sicht der SPD-Fraktion und von Ortsvorsteher Hand ist das aber zu wenig. Schließlich könne ein neues großes Spielgerät alleine schon bis zu 100.000 Euro kosten.