"Kinderansprecher im weißen Transporter"

Polizei Mainz warnt vor Falschmeldungen und Panikmache

In Mainz und Rheinhessen kursieren Gerüchte über einen weißen Transporter, aus dem angeblich Kinder angesprochen werden. Die Polizei stellt klar: Es gibt keine Gefahr.

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Stand

Zurzeit häufen sich laut Polizei die Meldungen in Mainz über einen angeblich verdächtigen weißen Transporter, aus dem Kinder angesprochen und entführt werden sollen. Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Polizei mit ähnlichen Gerüchten zu kämpfen - vor allem in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz. Da lagen die angeblichen Tatorte in Rheinhessen. Nun scheint die Welle der Falschmeldungen auch nach Mainz geschwappt zu sein.

Polizei Mainz: Keine Gefahr durch Kinderansprecher

Laut Polizei gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass es derzeit eine tatsächliche Gefahr gibt - weder durch einen weißen Transporter, noch durch Kinderansprecher. Alle Personen und Autos, die gemeldet wurden, seien überprüft worden. Es hätten sich keinerlei Anhaltspunkte für irgendwelche Straftaten ergeben.

Dennoch verbreiten sich die Gerüchte laut Polizei in sozialen Netzwerken rasant und sorgen für Verunsicherung bei Eltern und Kindern. Die Polizei betont jedoch, dass sie jeden Hinweis ernst nimmt und prüft.

Die Geschichten sind glaubwürdig, halten einer objektiven Überprüfung jedoch nicht stand.

Kuscheltiere und Katze als Lockmittel

Die Polizei beobachtet auch, dass die Meldungen sich immer weiterentwickeln und neue Details hinzukommen. So berichteten die Kinder anfänglich, dass sie von den Verdächtigen aus dem Transporter heraus mit Kuscheltieren gelockt wurden. In den neuesten Meldungen aus Mainz berichten die Kinder laut Polizei nun von einer Katze, die angeblich als Lockmittel eingesetzt wurde. Diese Dynamik führe dazu, dass die Geschichten subjektiv glaubwürdig erschienen, einer objektiven Überprüfung jedoch nicht standhielten, so die Polizei.

Die Legende vom "weißen Transporter"

Bei den Berichten handele es sich um eine sogenannte Legendenbildung. "Kinder werden von ihren Eltern über vermeintliche Gefahren informiert und erzählen diese Geschichten weiter. Dabei werden harmlose Beobachtungen, wie ein parkender Lieferwagen, in den Kontext der Warnungen gesetzt und mit fiktiven Details ergänzt“, heißt es in der Mitteilung der Mainzer Polizei.

Falschmeldungen in sozialen Netzwerken verbreiten Panik

Besonders problematisch sei die Verbreitung der Gerüchte über Messenger-Dienste wie WhatsApp. In Eltern-Chats und Nachbarschaftsgruppen würden die Warnungen oft ungeprüft weitergeleitet. Häufig seien die Nachrichten mit emotionalen Appellen versehen, die die Hysterie weiter anheizen würden. "Das führt zu einer erheblichen Verunsicherung der Eltern und Kinder", warnt die Polizei. Deshalb bittet sie darum, sich nicht daran zu beteiligen

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Autor/in
Katja Jorwitz
SWR4 Moderatorin Katja Jorwitz
Sarina Fischer
Sarina Fischer ist Reporterin im SWR Studio Mainz

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