Senior mit Auto ausgebremst

Dreister Raubüberfall: Trickbetrüger überrumpeln Senior in Mainz

Ein Mann und eine Frau haben am Dienstagabend einen 82-jährigen Mann überrumpelt und ausgeraubt. Der Tatort war das Gewerbegebiet von Mainz-Hechtsheim.

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Von Autor/in Christiane Spohn

Der Senior war gegen 17:20 Uhr mit seinem Auto im Gewerbegebiet von Mainz-Hechtsheim unterwegs. Laut Polizei tauchte plötzlich ein Wagen vor ihm auf und versperrte ihm den Weg, so dass er anhalten musste.

Trickbetrüger zwingen Senior Gespräch auf

Aus dem Auto stieg ein Mann aus, ging zu der Fahrertür des Seniors und begann durch das Autofenster ein Gespräch mit ihm. Der 82-Jährige blieb dabei in seinem Wagen sitzen.

Der Unbekannte erzählte dem Senior, dass sein Vater im Krankenhaus liege. Er behauptete, dass es Tradition sei, Fremden etwas zu schenken, damit Angehörige schnell wieder gesund werden.

Unbekannter reißt Goldkette vom Hals

Kurz danach stieg eine Frau aus dem Wagen und ging ebenfalls zu dem 82-Jährigen. Laut Polizei versuchten beide, die Hände des Mannes zu küssen, an denen er Goldringe trug.

Als der 82-Jährige sich wehrte, legte ihm der Unbekannte eine wertlose Goldkette um den Hals. Gleichzeitig riss ihm der Mann seine echte Goldkette vom Hals. Das Duo flüchtete dann mit seinem silbernen Pkw.

Während der Flucht warfen die Unbekannten die Kette, die sie vorher dem Senior gestohlen hatten, aus dem fahrenden Auto. "Warum sie das getan haben, ist uns ein Rätsel", so ein Sprecher der Mainzer Polizei. Bei der Flucht streiften sie noch den Wagen ihres Opfers und verursachten einen Blechschaden.

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Bereits im März dieses Jahres sind mehrere solcher Fälle in Rheinhessen passiert. Laut Polizei ist noch nicht klar, ob es die selben Täter sind, die jetzt wieder zugeschlagen haben. Oft würden Trickbetrüger die Maschen voneinander kopieren.

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Die Taktik sei wie bei Schockanrufen die gleiche: Durch eine Krankheitsgeschichte werde Vertrauen geschaffen, um dann das Opfer überrumpeln zu können, so ein Sprecher der Mainzer Polizei. Oft seien auch Frauen als Täterinnen dabei. Sie sollen für noch mehr Vertrauen bei den Opfern sorgen.

Nicht in Gespräche mit Unbekannten verwickeln lassen

Die Polizei rät, niemals Unbekannte näher an sich heran zu lassen. Auch wenn die Personen behaupten, sie würden trauern oder in einer Notlage sein, sollte man immer Abstand halten und möglichst Gespräche vermeiden. "Niemand sollte Scheu haben, als unhöflich zu gelten, die Sicherheit geht vor", rät der Polizeisprecher.

Falls man doch Opfer von Trickbetrügern geworden ist, sollte man sich so viele Details wie möglich - wie zum Beispiel Autokennzeichen oder Aussehen der Personen - merken.

Polizei sucht Zeugen

In dem aktuellen Fall sucht die Polizei Zeugen. Wer gegen 17:20 Uhr am Dienstagabend im Gewerbegebiet von Mainz-Hechtsheim einen silberfarbenen Pkw mit französischem Kennzeichen gesehen hat, soll sich bei der Polizei Mainz melden.

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Christiane Spohn
Christiane Spohn ist Reporterin im SWR Studio Mainz

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