Ab Ende Juni haben viele bereits über die erste Hitzewelle dieses Sommers gestöhnt - am 2. Juli wurde in Andernach mit 39,3 Grad das bundesweite Sommermaximum gemessen. Pünktlich zu den Sommerferien hat sich das Sommerwetter dann zeitweise sehr rar gemacht, es war kühl und nass. Im August dann die nächste Hitzeperiode mit Temperaturen weit über 30 Grad an mehreren Tagen in Folge.
Sommer zu heiß und sonnig - aber keine Rekordwerte
Insgesamt betrachtet hat der Sommer in Rheinland-Pfalz laut Deutschem Wetterdienst (DWD) aber keine Rekorde gebrochen. Es war - im Vergleich zum langjährigen Mittel - zu warm und sehr sonnig. 2025 lag die Temperatur im Mittelwert bei 18,8 Grad. Die internationale Referenzperiode der Jahre 1961 bis 1990 weist mit 16,3 Grad einen deutlich niedrigeren Wert auf.
Wärmer war es im Bundesvergleich nur in Baden-Württemberg (Mittelwert 19,0 Grad), Berlin (19,2 Grad) und dem Saarland. Dort wurde mit 19,3 Grad im Schnitt eine "ungewöhnlich hohe Gebietsmitteltemperatur" erreicht, so der DWD. Der Sommer 2025 im Saarland zählt damit zu den zehn wärmsten seit 1881.
Trockenheit, zu viel Sonne und zu wenig Regen
Während es im Juli noch regnete, blieb es vor allem im August wochenlang trocken. Insgesamt ermittelte der DWD einen Sommerniederschlag von 196 Litern pro Quadratmeter. Im Vergleichszeitraum waren es 218 Liter. Die Sonne schien insgesamt 783 Stunden lang, das sind mehr als 30 Prozent mehr als im Mittelwert, der liegt bei 595 Stunden.
Wann beginnt denn nun der Herbst?
Für die Meteorologen beginnen die Jahreszeiten immer am 1. des Monats. Diese feste Einteilung wurde im 19. Jahrhundert mit Beginn der Wetteraufzeichnungen festgelegt, um den Vergleich von Klimadaten zu erleichtern. Also beginnt am Montag der meteorologische Herbst. Er dauert bis zum 30. November. Der kalendarische, beziehungsweise astronomische Herbst beginnt dagegen erst am 22. September.